Ein Korea Blog

 

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   6.09.14 21:06
    Ich liebe die Art wie du






Bunt, bunt, bunt sind alle meine Wälder.

Hier bin ich wieder! In der letzten Zeit ist leider nicht wirklich etwas passiert (langweiliges Studentenleben mid Midterms), das einzig erwähnenswerte wäre vielleicht das League of Legends Finale in Seoul (mit Imagine Dragons live!).

Doch jetzt ist Herbst, und wir dachten uns: Ab in die Berge - und ja, in Korea gibt es auch Berge und nciht nur Hügel. Stolze 1707m haben wir erklommen!

Witzigerweise fährt man zu den Bergen, den 서락산 (Seoraksan), dem bekanntesten "Gebirge" Koreas, erst einmal ans Meer. In Sokcho angekommen, durften wir Hafenanlagen begutachten, das Meer genießen und nach einer 180° Drehung in die Berge und den Sonnenuntergang schauen. Eine ziemlich einmalige Mischung msus ich sagen.

Was in Sokcho ziemlich witzig ist - überall steht Fisch umher und trocknet. Die beste Erfindung dabei, bleibt allerdings: Der Wäscheständer. Klaro, der ist ja da um Sachen zu trocknen, warum also nicht auch Fisch.

(die nderen entwas grauen Dinger sind übrigens Quallen - eier nicht probiert)

 Überall sind entweder Läden, die getrockneten und abgepackten Fisch nabieten, oder lebenden, in Containern schwimmenden Fisch, der dann frisch zu bereitet wird. Wir haben da mal bei einem zugeschaut und das war echt interressant. Allerdings war der Geschmack des Fisches dann nicht wirklich besonders , was schade war.

Nach einem erholsamen Abend am Meer ging es also dann früh morgens in die Berge, und das war wirklich atemberaubend. Wir sind nciht direkt am Meer gestartet, sondern etwas um den Berg und ein Stück hinaufgefahren, um damit dann einmal quer durch zu marschieren und am Haupteingang rauszukommen. Eigentlich ist Seoraksan wohl total überschwemmt von Touristen, allerdings waren wir an einem Freitag da, und es hat sich (zumidnest morgens) noch wirklich in Grenzen gehalten.

Der Weg am Anfang war unglaublich farbenfroh. Man kann sagen, dass wir so etws auch haben im Herbst, allerdings sind die Farben hier einfach leuchtender. Alles leuchtet rot, gelb oder orange!

 Die Wege in Korea sind natürlich nicht, wie bei uns, kleine Trampelpfade, sondern voller stufeähnlich-angeordneter Steine (das stufenähnlich hier ist wichtig!) oder eben, Stufen. Und zu diesen Stufen waren zwar beim Wandern vorallem ervig und anstrengender als es sein müsste (und es waren gefühlt 50%!), aber sie blieben gut in Erinnerung ...

Wie dem auch sei, nach etwa 2,5h waren wir oben (angesetzt waren 4h - was interessant ist, denn eigentlich waren diese Zeitangaben wirklich akkurat), und man konnte eine Wahnsinnsaussicht genießen. Zwar bei weitem nciht mehr so viele Farben, dafür ein wunderschönes Felsenmeer (dass sich in Bildern leider einfach nicht macht)


Witzigerweise konnte man aber hinter den Bergen die Stadt - und, auch wenn das hier nicht wirklich rauskommt (und man es auch tatsächlich ziemlich ganauso wie auf dem Bild gesehen hat) - das Meer sehen! Das war wieder ein sehr lustiger Moment.

Der höchte Punkt war erreicht - und ab jetzt ging es vorallem Abwärts (mit vielen Stufen btw). Der größte Teil des Weges ging an einem Fluss entlang, durch eine Schlucht, und wir dachten uns etwa 50% der Zeit: Da könnte man unglaublich gut GUmpen gehen! Leider war das Wasser aber meistens unerreichbar (man bewegte sich dort meistens auf einer Art Treppe über dem Wasser, die Schlucht entlang), und als wir hinkamen merkten wir, dass es sogar kurz nach dem Sommer noch eisig udn damit gumpenuntauglich war. Allerdings standen wir mehrmals am Geländer, schauten 2m nach unten und dachten uns: "Also da jetz nen Köpfer rein" oder "Das wäre ideal".

(Das sieht man leider gar nicht mal soviel von dem Becken, das Bild zeigt aber unter anderem auch die Schlucht)

Im Laufe des Absteig bemerkte ich, dass Stöcke eine gute Anschaffung seien. Ich hatte eine leichte Überbelastung, die den Abstieg am Ende dann durchaus verlangsamte und etwas schmerzhaft machte.

Nichtsdestotrotz, war der Ausflug in die Berge ein Wahnsinns-Erlebnis. Nach 9h standen wir am total überlaufenen Eingang des Nationalparkes (jetzt wissen wir was es heißt, wenn die sagen: dort ist sehr viel los), und suchten einen Bus nach unten. Der Abend wurde wieder am Meer abgeschlossen, was einfach etwas surreal schien, woran man sich aber durchaus gewöhnen könnte.

Und dann kam der nächste Tag.

Eingentlich war geplant, an diesem Tag einen Abstecher zu einem sogennanten Rail Bike zu machen, und auf einer verlassenen Schiene it einer Art Farhrad entlang zu fahren und die Aussicht zu genießen, und dann mit dem Zug nach Hause zu fahren. Es fing an damit, dass wir beide kaum aufstehen konnten. Wir hatten einfach einen brutalen Muskelkater in den Waden (Stufen lassen grüßen!), den ich sogar heute noch schlimmer spüre.

Trotz allem sind wir tapfer früh morgens los, und sind mit Bus losgefahren. Der   Weg an sich war gar nicht so kompliziert. Was sich allerdings als ungalublich ahrtnäckig erwieß: Die Abfahrtzeiten. Wir hatten insgesamt an diesem tag etwa 4-5h Wartezeit, da wir den Bus davor knapp verpasst haben. Deswegen konnten wir leider auch keine Tour mehr machen, da wir sonst den Zug (der in dem Ort nur zweimal täglich fährt) nicht mehr erreiht und in einem kleinen Ort mitten im nirgendwo festgesteckt wären. Im Nachhinein gar ncihtso schrecklich - unsere Waden hätten da wahrscheinlich soweiso nciht mitgemacht.

Die Gegend dort war aber toll: Überall kleine Hügel, Flüsse und Farben, Farben, Farben.

Die Busfahrten an sich waren wirklich schön, und wir hatten die Zeit einen Haufen kleiner Dörfer anzuschauen (Wartezeit lässt grüßen).

Ziemlich cool war eine Art Reisburger, der eben statt in Semmeln in Reis eingeklemmt war, und mit Koreanischem Fleischgerichten belegt war.

Unser Resumé: Die Landschaft in Korea ist und bleibt Wahnsinn, und wenn ich eine Zeit zum besuchen empfehlen soll: Herbst ist es. Allerdings sollte man bei Attraktionen in kleinen Orten lieber mal alles nachschauen und planen (lassen - die ganzen Buszeiten gibt es ja wennn überhaupt nur auf koreanischen Seiten ...)

 

26.10.14 03:00


Tradition

Letztes Wochenende gab es einen Ausflug ins Mittelalter ... mit dem Bus (und ehrlich gesagt keien Ahnung welche Zeitepoche es wirklich ist). Der Ausflug ging zu einem Traditionellem Koreanischen Haus beziehungsweise eher einem Häuserkomplex.

Es fing - wie alles Gute - mit einem Essen an. Das würde ich als koreanisch aber eventuell nicht unbedingt als traditionell einstufen (war auch in Restaurant in der Nähe nicht im Haus selbst). Und dann ging es los mit historischen Fakten. In so einem Haus - dem einer reichen Familie - lebte das Familienoberhaupt, und entsprechend war das Haus ziemlich fancy. Wenn man von außen anschaut wirkt es sehr verschlossen, wenn man drinnen ist sehr offen (das meinte unser Führer, allerdings ist und bleibt meine Meinung dass es mit dem offen und verschlossen wirken vorallem damit zusammenhängt, dass er sobald er reingegangen hat die Unmengen von Fenstern geöffnet hat ...). Diese Häuser sind größtenteils ais Holz, und die Wände (auch nach außen) vorallem aus Papier. Wärme wird drinnen behalten, in dem man mehr oder weniger zwei Wände macht und in der Mitte eine Art Luftbarriere entsteht. Außerdem kann man einen Großteil der Wände verschieben, sprich wenn man es richtig macht stehen vorallem noch Eckpfeiler  - das ist eigentlich ziemlich cool, denn man hat einen schönen Blick aus dem haus in die bergige Landschaft. Jeder durfte mal den Platz des Hausherrn in Anspruch nehmen und die Aussicht genießen.

Um das Haus herum standen sehr viele Töpfe.

Darin wird der berühmte Kimchi fermentiert (übrigens ist Kimchi nicht der Kohl sondern eine Zubereitungsart) und Sojabohnen für Tofu gelagert (o.Ä - vielleicht auch fermentiert? ).

An diesem Tag haben wir auch koreanisch für uns gekocht. Beziehungsweise uns wurde vorgekocht und wir durften etwas schneiden dazu (oder kleine Teigstreifne lustig falten). Alles andere (und auch der Hauptbestandteil der Mahlzeit) wurde uns abgenommen. Sprich der Koreanisch Kochkurs steht wohl weiterhin aus

Schlafen in dem Haus hingegen war wirklich interessant. Man schläft in dem man sich eine Matte nimmt und irgendwohinlegt. Sowas wie getrennte Räume kannte man soweit nicht (gut ja, Badezimmer und Küche etc ...). In diesen Häusern gibt es vorallem auch Fußbodenheizung (in diesem Haus auch echt traditionell mit Feuer beheizt und dann unter dem Haus herumgeführt), sprich die Matratze war durchegehend angenhem warm. Definitiv empfehlenswert, aber man ommt auch mit normalen MAtratzen gut zurecht.

Der nächste Tag begann mit einem wirklich leckerem koreanischen Frühstück (und ich dachte so etwas gäbe es hier nicht) mit geräuchertem Fisch, Tofu, Sprossen, undefinierbare Pflanzen und natürlich Reis. Meiner Meinung nach immer noch nicht das typische Frühstück, aber definitiv sehr lecker.

Dann ging es weiter mit Färben. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher was so anders daran ist als am normalen Batiken, aber ich glaube dass der Farbstoff aus einer bestimmten Wurzel hergestellt wird, wie auch schon früher. Der resultierende Schal ist (zumindest in meinen Augen) sehr schön lila, wenn auch nicht unbedingt etwas dass ich normalerweise anziehen würde (aber wer weiß.

Und dann ging es zu einem sehr interressanten Teil. Dem Bogenschießen. Der traditionelle koreanische Bogen ist sehr klein aber schießt unglaublich weit (nein ich schätze hier nicht die Entfernung, das wird schiefgehen und ich möchte hier keine falschen Informationen herausgeben).

Die beiden vorführenden Koreaner haben uns alle zeimlich beeindruckt, da wir danach einmal selber schießen durften. Jeder bekam fünf Pfeile, und es gab eventuell zwei aus 150 Pfeilen die in die Nähe der Zielscheibe flogen (ziemlich sicher Zufall). Außerdem haben sich erstaunlich viele Personen selbst verletzt, da sie den Bogen falsch gehalten und dadurch die Sehen abbekommen haben.

28.9.14 11:58


So sieht's aus.

 

Da wohne ich. Und das seit einer Ewigkeit - zumindestens fühlt es sich so an. Eigentlich lsutig, denn bis jetzt war ich irgendwie vorallem alles Mögliche anschauen, und weniger tatsächlich auf dem Campus normales Studentenleben leben. Mein Wohnheim ist geschlechterspezifisch getrennt, zwar das selbe Gebäude aber unterschiedliche Teile. Zutritt hat man nur zu dem Männerteil und zu seinem Raum - und das mit seiner Student-Card. Sprich wer die verliert hat erst einmal durchaus ein Problem. Der Raum selbst ist nicht besonders groß dafür aber mit eigenem Bad, das Gebäude hat außer einer Art Lounge im Basement (diesmla für alle!) nicht viel zu bieten. Außer eventuell davor einen Fahrrad Parkplatz, und es hat irgendwie jeder eines (mein Fahrrad ist übrigens zu klein. Ich habe zwar ein billiges, gebrauchtes bekommen, allerdings sind Fahrräder hier auf Koreanergröße zugeschnitten - sprich ich hatte eine unglaublich lange Sattelstange, die sich auch prombt dank meines größenentsprechendes Gewichtes auch gleich einmal verbogen hatte - der Blick des Fahrradhändlers war echt göttlich).

(Dies ist nur ein Teil unseres Teiles)

 Der Campus an sich ist richtig schön. Man hat eigentlich alles was man braucht (außer eventuell Obst/Gemüse, aber man kocht hier ja eigentlich auch nicht selbst) und das auch noch steuerfrei! KAIST ist für Korea sehr wichtig und wird anscheinend entsprechend bevorzugt. Wenn man irgendwo Koreaner trifft und ausversehen erwähnt, dass man im KAIST studiert, ist die Standardreaktion ungefähr: "Oooohhh. Kaistööö - " (zu diesem "ööö". Koreaner können keine zwei Konsonanten hintereinander sprechen, wenn darauf kein Vokal mehr folgt. Deswegen werden an alle solchen englischen Wörter einfach ein kurzes "ö" bzw etwas das man so nicht schreiben kann angehängt. Da Koreaner den letzten Vokal aber immer etwas ziehen, klignt es tatsächlich fast wie eine Mischung aus ö und e. Witzig hier ist, dass Koreaner einen nicht verstehen wenn man zB "Sim Card" sagt, sondern erst wenn man "Sim Cardöööö" raushaut!) - "Aaaaah. Geniuse. Best!". Tatsächlich kommt man hier nur hin wenn man wirklich gute Noten hat (oder eben Austauschstudent ist ...).

Zurück zum Campus. Von unserem Wohnheim (15. Stock)  ist die eine Aussicht:

Wie alle Städte in Korea ist natürlich auch Daejeon von Bergen umgeben, und KAIST liegt am Rande von Daejeon. Der Campus ist im Gegensatz zum Rest von Korea tatsächlich fast überall ziemlich modern und schick aufgebaut (normalerweise eben nur die großen Straßen). Ich bin auf dem Campus wirklich regelmäßig vorallem in meinem Wohnheim (Das Fitness-Studio, wenn auch klein, ist auch hier drinnen!), der Bäckerei (Frühstück), der Cafeteria (Abendessen wenn wir nicht außerhalb essen),  zwei versch. Gebäuden für meine Vorlesungen, dem kleinen Schwimmbad (wirklich nur 5 Bahnen) und dem Gebäude in dem das International Office ist und in dem Aktionen stattfinden. Man fährt natürlich mit dem Fahrrad hin und her (was dank kleinen Bergen und einem viel zu kleinem Fahrrad wirklich anstrengend ist).

Allerdings ist es eigentlich überall ziemlich grün, und es gibt in der Mitte des Campus sogar einen kleinen Hügel der vollkommen bewachsen ist (im Bild direkt vor der Nase).

Es gibt auch ein unglaublich schickes Sportgebäude, allerdings ist Badminton Freitags und Sonntags, sprich an Tagen an denen ich dank Reisen noch nie Zeit hatte. Ich war also noch nicht wirklich drinnen. Trotz allem schon mal der imposante Frontanblick:

Und zum Schluss noch - weil ich es toll finde und mir auch sonst wirklich nichts mehr einfällt ... bei weiteren Fragen bitte anskypen :P - das neue Maskottchen von KAIST (man sehe zum zweiten mal auf der Frontpage!).


 

17.9.14 16:57


Das Ostmeer, japanische Meer oder auch Meer von Korea

(Für die ganz Harten auch das Ostmeer von Korea)

Ein neues Wochenende, ein neues Abenteuer. Oder eher eine Reise, denn so abenteuerlich war es wirklich nicht. Dieses mal ging es zur zweitgrößten Stadt Koreas, die im Süden platzierte Stadt Busan. Wir waren im Touri-Viertel, in der Nähe des Touri-Strandes in einem Touri-Hostel (eher Backpackers, ziemlich coole Leute da!). Wie ich bereits in anderen Städten festgestellt habe, bietet Kora vorallem eine wunderschöne Landschaft mit sehr vielen (und kleinen) Bergen. Als wir in Busan ankamen, dachte ich erst einmal: "Ne Moment. Hier sind Berge und kein Meer. Also dauert es wohl noch ein bisschen bis wir da sind." (Hier kann man natürlich anmerken, dass es so etwas wie Fahrtdauern gibt, allerdings habe ich geschlafen und auf Uhren zu schauen ist wirklich zu Mainstream ...). Ich war dann auch entsprechend überrascht als wir doch gezwungen wurden auszusteigen - die Lektion: in Korea gibt es überall Berge, auch am Meer.

Busan an sich ist nett, allerdings wie alle koreanischen Städte (jap, ich knüpfe oben an)  eher eine Art große Ansammlung von Wohnhäusern, und damit eigentlich nicht besonders Touri-mäßig. Allerdings gibt es natürlich das Meer. Und was wäre ein Urlaub (oder Auslandsemster) ohne Meer! Natürlich wurde auch gleich mal gebadet, und tatsächlich merkt man dass sich der Sommer langsam dem Ende zuneigt. Es war kalt. Nicht zu kalt, aber kalt. Aber unsere Meinung war, man muss einmal im Urlaub (oder Auslandssemster, jaja ...) gebadet haben. Es war zwar total bewölkt, aber ein Freund meinte "Nene, das Wetter bleibt so" und so sind wir trotz meines Wetterdienstes-unterstützten Einwandes eben doch am einzigen schlechtem-Wetter-Tag des Wochenendes baden gegangen. Das Leben ist und bleibt doch hart und ungerecht.

Der nächste (und schön sonnige) Tag wurde dann durch ein ausgiebiges Frühstück und Unterhaltungen mit diversen anderen Besuchern des Hostels begonnen, und wir sind dann doch tatsächlich mit schlappen 2-2,5h Verspätung losgekommen. Unser Gedankengang war: "Also wenn wir um 8 aufstehen, dann sind wir trotz 'etwas' langsameren Mädels um spätestens 10 hier raus." Hat super geklappt. Im Nachhinein sogar ziemlich super, denn viel mehr hätten wir in Busan auch gar nicht machen können.

Dann ging es los zum Wandern zu einem Tempel (gibt es übrigens mehrere in Korea, und alle sehen gleich aus) der in den Fels gehauen wurde (und deswegen trotzdem spannend war). Der Weg nach oben war eine Straße, sprich irgendwie kam da nicht besonders Wander-Feeling auf (könnte auch daran liegen, dass es nur eine Stunde gedauert hat). Immerhin gab es super Ausblicke auf dem Weg, und hier werdet ihr verstehen warum ich anfangs dachte, es gäbe kein Meer.

 

Dann ging es weiter und der Tempel war tatsächlich sehr eindrucksvoll. Und irgendwie auch sehr meditationsanregend (oder faulheitsversterärkend), denn wir saßen gefühlt 1h (war glaube ich auch tatsächlich 1h) und haben nichts getan. Absolut nichts. Es dauerte dann auch einige Zeit bis alle wieder unterwegs waren.

 

Es ging weiter mit dem Busan Tower, und von dort aus hat man einen wunderbaren Überblick und kann ganz Busan in seiner Hässlichkeit bewundern. Keine Ahnung warum, aber es war einfach nicht schön. Zu viele Häuser, alles etwas heruntergekommen und im insgesamten eben nicht schön. Allerdings war der Hafen ziemlich beeindruckend. Der Hafen ist der wichtigste Hafen Koreas und einer der Größten in der Gegend (also Südostasien, allerdings weiß ich nicht mehr in was für einem Bereich das genau war). Man hatte auch einen tollen Blick auf den Fischmarkt, bei dem man die Fischer die Fische an die Restaurants, Hotels u.Ä. Versteigern sehen kann. Nur halt leider nicht am Wochenende (was auch die gute Seite hatte, dass man nicht um spätestens 6 morgens am anderen Ende der Stadt sein musste!). Allerdings sah das Gebäude ungleublich modern und angepasst aus, und hat damit einfach nicht ins Stadtbild gepasst.

Ich muss gestehen, dass ist nicht gerade der hässlichste Ausblick, aber hier sieht man das Fischmarkt-Gebäude sehr gut. Vorallem das Wetter an diesem Tag war überragend.

Der Abschluss auch. Beziehungsweise beide Abschlüsse. Einmal der Abschluss der Sightseeing Tour, und einmal der Abschluss des Abends. Erst der Tour: Wir waren i dem größten Kaufhauses der Welt (zumindestens nach dem Guiness Buch der Rekorde). Und das war echt krank. Eigentlich war es total unspannend, schlappe 14 Stöcke (davon nur 8 mit teuren Markenklamotten), und das Kino im 9. und 10. Stock sah von außen eher normal koreanisch aus (da fehlt allerdings noch der Vergleich). Was uns dafür sehr interressiert hätte war die Golfbteilung im 11. - 14. allerdings dürfen dortwahrscheinlich nur VIP oder zahlende Menschen rein, und wir haben nicht einmal herausgefunden wo der Eingang dazu wäre.

Das beeindruckendste war dafür der andere Teil des 9. Stockes (klar, das Ding ist nicht nur hoch sondern auch ziemlich lang und breit). Dort kann man nach draußen und unser erster Gedanke war "Hoopla. Ich dachte 9. Stock, nicht 1. - dazu noch ganz kurz: in Korea gibt es kein Erdgeschoss sondern nur 1F, 2F ... und B1, B2 für hoch bzw runter ... das ist oft toal verwirrend). Die Dachterasse sieht auf dem ersten Blick aus wie der Boden. Allerdings mit toal abgefahrenen Dinosaurier-Austellungs-Kontinenten-Spielplatz (kurze Erklräung: Es war ein Spielplatz, der aus Dinosauriern bestand, allerdings standen manche auch nur rum zum cool Aussehen, und aus irgendwelchen Gründen gab es auch ein Afrika-Dorf mit ein paar Safari-Tieren als Austellung und coolen Strohdach Hütten - der Sinn? Die spinnen die Asiaten).

Am Rand der Terasse hat man dann durchaus denn für den 1. Stock doch zu genialen Ausblick bemerkt, und die Theorie wurde dann wieder verworfen.

Ganz am Ende des Abends saßen wir dann noch am Strand und haben eine weitere Gruppe vom KAIST getroffen (die sind echt schlimmer als Deutsche Touristen. Deutsche Touristen sind überall, aber KAIST-Exchangler sind überaller!). Um Mitternacht haben wir beschlossen, dass es Zeit wird zu gehen und was macht man kurz davor? Richtig, man springt ins Meer! Leider waren nur zu dritt (auch die einzigen die Badehose dabei hatten nehme ich an), und leider gab es auch viel zu wenig Licht für ein Video, aber dennoch war es glorreich, kalt und spaßig.

Der nächste Tag begann wieder um 8 und diesmal haben wir einfach als Abgangstermin 9 gesagt (wieder gescheitert, allerdings nur 10 min und das weil die Rezeption erst später aufgemacht hat) und wir sind los um eine Insel, die durch eine große Brücke an Busan angebunden ist, zu besuchen. Dort gibt es am südlichsten Ende einen netten Park, der allerdings wieder nur per Straße begehbar ist (die haben echt Probleme mit ihren Straßen in Parks!). Leider gibt es hier keine Fotos, da ich meinen Foto im Hostel vergessen habe (wir durften das Gepäck auch nach dem Auschecken noch dort unterbringen). Der Park war nett, aber nicht wirklich etwas besonderes. Was aber tatsächlich ziemlich cool war, war dass man die nördliche japanische Insel von dem südlichsten Punkt der koreanischen Insel sehen konnte. Hat einem natürlich nichts gebracht, war aber witzig.

Hier noch eine kurze Info zu Korea selbst, bzw zu den Taxis in Korea. Taxifahrer müssen sich nicht an Verkehrsregeln halten, Taxis können gaaaaaanz toll beschleunigen und unglaublich genial abbremsen und es gibt glaube ich eine inoffizielle Formel-1 Strecke über ganz Korea und alle Taxifahrer machen mit. Sprich: die Taxifahrt zurück war ein Erlebnis geprägt von (wie man ich vielleicht aus der obigen Beschreibung denken könnte) zu hohen Geschwindigkeiten, sehr abruptes Abbremsen bei roten Ampeln (da können nicht einmal Taxifahrer IMMER durchfahren), und Geschwindigkeitshügeln (ich glaube da besteht der Wille sie zu ignorieren und dann am Ende doch das Besinnen auf die Gesundheit aller Beteiligten ist) und anschließendes unglaubliches Beschleunigen. Macht jede Achterbahn überflüssig.

14.9.14 16:55


추석 und andere Eigenheiten

추석 (Chuseok, aber das kann ja wahrscheinlich sowieso jeder so lesen) ist ein nationaler Feiertag (oder eher mehrere ..) in Korea. Übersetzt bedeutet das, dass wir nach 4 anstrengenden Tagen Vorelsung erst einmal 6 Tage frei haben um uns zu erholen. Klaro, vorallem meine eine Vorlesung (Intelligent Robotic Design & Programming), in der wir mit Lego Mindstorms arbeiten und in der unsere erste Hausaufgabe: "Roboter aufbauen!" war, ist natürlich unglaublich anstrengend (Spaß ist auch anstrengend!).

 Auf jeden Fall war dann unsere Synthese: Urlaub! Und was macht man da? Klaro, Touri! (allerdings war das auch nicht bei allen Teilnehmenden fest verankert ...). Wir waren also 17 Leute und da ich ungern lästere sage ich nur einmal: Einmal und nie wieder, vorallem nicht mit so einer bunt gemischten Gruppe. Manche (wie ich) wollten Seoul anschauen, manche wollten bloß feiern und manche wollten beides (und waren entsprechend dauerkaputt). Deswegen ist es klar dass die nächsten Fahrten in weit überschaubarern und besser koordinierten/zusammengesuchten Leuten bestehen werden.

Genug der Lästerei, und auf nach Seoul. Gleich nach der Ankunft war die Aussage erst einmal: Wow, wer hätte gedacht dass es in Korea noch schwüler werden kann. Zwar ist in Seoul sehr viel klimatisiert, allerdings hilft einem das überhaupt nichts wenn man unter der prallen Sonne läuft. Vorallem nicht, wenn man erst einmal an dem Hostel vorbeiläuft (der Eingang war nicht direkt an der Straße sondern eine winzige Treppe ein ganzes Stück nach oben, und das wusste natürlich niemand) und schon mal eine 30-min Extrarunde durch das Viertel dreht. Tatsächlich waren die Hemden/T-Shirts sehr schnell mehrfarbig (hell und dunkel ...), und nach dem ankommen war es tatsächlich sehr angenehm eine Dusche und frische Sachen zu haben (auch wenn die Dusche irgendwie nicht vom Rest des Bades getrennt war und ständig alles unter Wasser stand. Ein hoch auf Architketen!). Dieser Abend war dann Touri-mäßig ziemlich unterbesetzt (da gibt es irgendwo in den Tiefen der deutschen Sprache ein passenderes Wort, dass mir nicht einfällt!) und es wurde eher die andere Teilgruppe bedient - kleiner Einschub: Clubs in Korea sind nicht anders als hier, sprich ich finde es unglaublich laut, schlechte Musik und voll ... allerdings war ich dafür wohl nie der beste Ansprechpartner.

Wir haben an diesem Nachmittag auf einem unglaublich unübersichtlich Markt gegessen, und uns auf dem Markt verlaufen. Zusammen mit der Fahrt und abends sich in einem Viertel umschauen, in dem vorallem Ausländer (stimmt nicht, aber es waren überdurchschnittlich viele - was eigentlich immer noch wenig ist) umherziehen, war der Tag.

Als einer der Wenigen (1 von 2 um genau zu sein) die es am Abend davor nicht übertrieben haben, ging es dann am nächsten Tag zum Sight-Seeing. Auch wenn ich die exakte Reihenfolge der besuchten Sehenswürdigkeiten bereits vergessen habe, versuche ich mein Bestes in dieser Hinsicht. Es fing an mit einem netten, alten und asiatischen Schrein, bei dem zufälligerweise gerade an diesem Tag eine uralte Krönungszeremonie nachgespielt wurde.

Mir wurde es zwar mittendrin zu langweilig, da die Aufführung auf einem riesigen und nciht betretbaren Platz stattgefunden hat, und man selbst am anderen Ende stand  (falls sich hier jemand über die Nahauffnahme wunert: dieses Bild wurde nicht von mir, sondern von einer Person mit weitaus besserem Zoom aufgenommen), und ich habe dann einfach einen Spaziergang in der Grünanlage gemacht. Dazu muss ich ja sagen, dass ich inzwischen merke, dass ständig etwas um mich herum passiert. Zimmernachbar, größere Gruppe, Weggehen, oder einfach Zusammenhocken - man ist nie allein. In dieser Hinsicht kam mir die ziemlich große und zur Zeit der Zeremonie entsprechend leere (wobei ich nicht weiß wie das sonst aussieht) Grünanlage sehr gelegen um endlich mal etwas Zeit für mich alleine (und netten Eichhörnchen, Vögeln und Zykaden - die sich übrigens überall in unglaublicher Lautstärke befinden) zu haben.

 

Nach einer Wiedervereinigung ging es dann weiter Richtung Innenstadt. Es ging durch einen netten Markt (der mein Essensbild von Korea gründlich durchgeschüttelt hat ... sprich da werde ich irgendwann mit noch mehr Erfahrung nochmal etwas schreiben) zu einem recht großen Platz mit zwei (anscheinend) bekannten Statuen. Dort ist lustigerweise jeden Samstag eine Demonstration (ja, wir waren an einem Samstag unterwegs) gegen die Vertuschung des Fährenunglücks "Sewol" (für alle Unwissenden aber Interressierten, einfach nach "Sewol Südkorea" suchen und man findet etwas) und wir, als Verantwortungsbewusste Austauschsstudenten haben natürlich sofort gegen die Vertuschung unterschrieben und uns ein gelbes Zeichen angeheftet, das unsere Unterstützung symbolisiert.

Dort in der Nähe begann dann unser eigentliches Ziel für diesen frühen Abend, eine Art Ruheort mitten in der Stadt. Seoul ist eigentlich sehr groß (es leben etwa die Hälfte aller Koreaner hier - allerdings werden dabei Arbeitende und Studenten mitgezählt, die übers Wochenende oft nach Hause fahren) und entsprechend laut und geschäftigt (dazu komme ich auch nochmal). Allerdings gibt es einen etwas tiefergelegten Fluss, der erstaunlich ruhig ist und an den man sich einfach setzen udn seine Füße kühlen kann (die auch erstaunlich schnell wieder trocknen). Das war nach einem ganzen Tag herumlaufen unglaublich angenehm.

 

Der nächste Tag wurde vorallem durch eine unglaublich lange Tour durch einen Palast (der dem Schrein insgesamt sehr ähnlich sah) eingenommen, da wir auf eine Führung durch den "Secret Garden" oder "Royal Garden" warten mussten. Der Palast war eigentlich ganz nett, allerdings eben nicht so viel Neues. Dafür mussten ein fotobegeisterter Freund und ich dauernd darauf warten, dass neimand im Bild steht ... (dazu muss man sagen dass ich erstaunlich gerne, sehr schlecht und unglaublich perfektionistisch fotografiere, was sich teilweise echt sehr ungünstig ergänzt). Dafür kamen dann nette Bilder wie folgendes heraus.

 

Allerdings hat es nur etwa 15-20 min gedauert bis wir einmal die Möglichkeit hatten, den Palastteil ohne 20 Asiaten davor zu fotografieren (gute Nachricht - wir hatten mehr als genug Zeit da die nächstfreie Führung so spät war, das wir großzügig Zeit zum fotografieren hatten). Die Fürhung an sich war für uns sehr unspäktakulär, da wir immer hinter etwa 100 Mann (und Frauen ...) starken Gruppe hinterher liefen um wiederum Fotos zu machen. Wir waren uns vollkommen einig, dass der Garten sehr schön war, allerdings mit 100 Leuten (von denen eigentlich quasi IMMER jemand im Bild stand) total überfüllt und damit in einer Führung eigentlich nicht beggehbar ist. Das Dumme: man darf nur mit Führung in den Garten (tatsächlich hat die führende Frau auch etwa dazu erzählt, da wir aber immer sonstwo waren haben wir sehr wenig davon mitbekommen). Am Schlimmsten waren die Personen, die entweder mit Selfie Stick oder auf sonstwelche Arten Bilder mit Menschen (sprich sich oder irgendwem) gemacht haben, und die deshalb nicht einmal das kleinste bisschen Feinfühligkeit hatten, wann man eventuell aus einem Bild herausgehen sollte.

 

Insgesamt war die Führung von 1,5h trotzallem zu kurz, wahrscheinlich da unsere Wahrnehmung vorallem "über Leute aufregen" und "auf Foto warten" war.

Den Rest des Tages verbrachten wir zuerst in dem War Memorial Museum. Das ist tatsächlich eine Chronik aller Kriege bis heute. Allerdings liegt der Hauptaugenmerk auf dem Korea-Krieg. Was sehr interressant war, war dass das Museum es geschafft hat, vorallem den Aspekt der Schrecken des Krieges, sprich des Verlustes, der Zerstörung und der heldenhaften Aufopferung der Soldaten zu werfen, und nicht (wie es mir zumindest vorkommt) wie bei uns auf den Sieg (das klingt jetzt härter als gedacht, aber die Atmossphäre war auf jeden Fall anders und in meinen Augen deutlich besser). Die 4D Kinos die das ganze fühlbar machen sollten, waren dafür echt mau und eher unnötig.

Ich finde das Museum sollte man selbst gesehen haben, da müsst ihr schon alle herkommen :P

Am Ende des Tages waren wir in Gangnam, einem der gehoberen Viertel Seouls. Wenn man aus der U-Bahn rauskommt ist es auch erstmal unglaublich eindrucksvoll. Hochhäuser (auch sehr interessant gebaute) überall um einen herum. Die Straße zwischen den Hochhäusern ist auch entsprechend groß. Im Endeffekt war es dort so, wie wir uns Seoul als riesige Metropole vorgestellt hatten - bis wir dann einfach mal eine nebenstraße entlang sind. Dabei fällt folgendes auf: sobald man von der großen Strae weg ist, wird man durch eine Art Wurmloch ins 19. Jahrhundert katapultiert - 19. Jahrhundert mit Strom und Autos. Es war Wahsinn, denn es war plötzlich alles klein, eng und so wie man sich Entwicklungsländer vorstellt, mit lustigen Läden (einer hatte einfach mal einen Schweinekopf draußen liegen)und lustigen Waren (koreanische Spezialitäten wahrscheinlich). Hier herrscht dann auch wieder das altbekannte (und in jeder nicht gerade riesigen Straße geltende) "je dreister desto Vorfahrt". Wenn man geht halten alle, wenn nicht halt nicht. Sehr witzig, wenn man mal drüber nachdenkt und einfach drauflosrennt (bitte nicht nachmachen!). Allerdings gab es dann auch wieder ein Wurmloch zurück (nennt sich auch "Querstraße" und man befand sich wieder im 21. Jahrhundert und wir konnten mit der U-Bahn zurück fahren.


Noch kurz zu den U-Bahnen: Generell  fährt man in Korea mit T-Money-Cards, einer Karte die man in allen 24h-Läden aufladen kann und die man einfach schnell an einen Scanner hält. Das beschleunigt Einsteigen ungemein. Bestes Beispiel: wir. Bzw die Leute, die keine dabei hatten (obwohl JEDER Kaist-Student eine kostenlose bekommen hatte) und deswegen bar ein Ticket im Bus kaufen mussten. Der Bus stand etwa 5-10 min da und wurde fröhlich von anderen wartenden Bussen angehubt ...

Die U-Bahnen sind eigentlich sehr gut sortiert in Seoul. Jede Haltestelle wird von der entsprechenden Linie nummeriert, und man föhrt entsprechend auf- oder absteigend. Das hilft sehr wenn man sich nicht auskennt und noch herausfinden muss welche der U-Bahnen man nimmt. Außerdem steht auf Fahrplänenen nur das Intervall, also gibt es so etwas wie Verspätung eigentlich nicht (es gibt Toleranz!). In den U-Bahnen gibt es dann extra Plätze für Ältere, Invalide oder Schwangere, die normalerweise von niemand Anderem besetzt werden (nicht verboten aber man macht es aus Höflichkeit nicht). Eine sehr lustige Eigenheit der Kroeaner ist, dass sie sich sofort wegsetzen wenn jemand etwas riecht - was wir leider nach einem Tag lang in der heißen Sonne rumlaufen nicht vermeiden konnten und was uns entsprechend peinlich war (das Gute, es sind nicht alle Koreaner sofort weggerannt, sprich es war wohl noch erträglich).

8.9.14 17:35


Nom Nom Nom

Nach einigem Selbstversuchen fühle ich mich in der Lage einen Blog über Essen zu schreiben. Einmal generell - Essen in Korea ist anders.

Gefrühstückt wird hier ja erstaunlicherweise normalerweise warm und etwas, dass bei uns als warmes Mittagessen durchgehen würde. Eines der wenigen Dinge die mir bis jetzt untergekommen sind und an die ich mich nicht anpassen werde. Stattdessen frühstücken wir meist in einer netten Bäckerei mit dem charmanten Namen "Tous les jours". Dort gibt es diverse Gebäckstücke, die lustig aussehen und meist zu süß schmecken. Sehr oft gibt es eine Art Quarkpaste, oder Rote-Bohnen-Paste in dem Gebäck. Trotz allem immer wieder ein Erlebnis und definitiv besser als die Alternative.

Mittagessen gibt es dann doch in einer Cafeteria (nicht die, die ich bereits als ungenießbar abgestempelt habe!), meistens gibt es dann Reis, 1-2 Schälchen Fleisch und einen Seetangsalat, von dem praktischerweise auch 2h später noch was hat. Das Essen hier kostet wirklich nicht viel. Cafeteria kostet 3.000 - 4.000 Won (etw 2,5-3&euro. die Bäckerei ähnlich viel.

Abends wird es dann interressant, denn da essen wir (bis jetzt) recht häufig off-campus. "Chicken & Beer" heißt die beliebteste koreanische Abend-Combo! Billiges Chicken und billiges Beer lassen wir uns als Studenten nicht entgehen, und so gibt es zu viert für etwa 6-7€ pro Person zwei große Platten Hähnchen und einen 3l Pitcher Bier dazu.

An den anderen Abenden (ja, man geht doch nicht immer abends weg) bietet die Cafeteria wieder das übliche an, oder (mein Favorit) man geht zu einem der Stände die praktischerweise mit im Cafeteria-Gebäude (also in einem  der 4) sind. Dort gibt es sowohl billigeres als auch teureres Essen, welches von Ramen (billig) zu Rindfleisch auf Reis (teuer) reicht.

Koreaner machen das bis jetzt nicht groß anders als wir. Sie greifen nur noch öfter zu "instant-Ramen", einfach einer Box die durch die Zugabe von heißem Wasser zu Ramen wird. Sogar auf dem Berg gab es viel Koreaner, die mit einer Thermosflasche heißes Wasser transportiert haben, um nicht auf Ramen verzichten zu müssen.

Auch Fast Food gibt es in Korea. Das unterscheidet sich eigentlich in keiner Hinsicht von deutschem Fast Food. Allerdings gibt es (als Gimmec sozusagen) eine Art Eisbecher, der unten mit normalem crushed Ice gefüllt ist und oben mit Softeis, gefrorenen Früchten und einer Soße drapiert wurde sodass der Geschmack quasi nach unten wandert, sehr billig bei Lotteria (dem größten (?) koreanischen Fast-Food-Laden) für insgesamt etwa 2,5€ für 3-4 Personen. Allerdings schmecken diese (wie alles ...) außerhalb eines Fast-Food-Ladens durchaus um einiges besser. Dieser Versuch basierte auf der Divise: Versuchen muss man alles, nicht auf rationalem Denken!

Allerdings verhält sich traditionelles koreanisches Essen anders. Die Grundidee ist: Hauptspeise auf einem großen Teller und Unmengen kleine Teller mit Beilagen daneben.

Der Tisch ist dann voll (und das war erst für 3 Personen!). Zu voll, man kommt bei weitem nicht an alles dran. In diesem Fall nam man von möglichst vielen Tellern, mischte das alles zu der Schale Reis, mischte kräftig und konnte ein sehr leckeres Gemisch Essen.

Tatsächlich gibt es aber verschiedene Arten koreanisches Essen zu genießen. Die Alles-In-Eine-Schale Taktik ist bei weitem nicht die Einzige. Sehr beliebt ist auch das mischen von diversen Speisen in einem Salatblatt, und dann einfach das Salatblatt, quasi als Tellererstatz, mitessen.  Diese Taktik kenne ich bis jetzt allerdings nur aus Erzählungen (und einem misslungenem Versuch in Deutschland, aber das ist eine andere Geschichte ...). Was ich tatsächlich bereits ausprobiert (und auch davon erzählt habe glaube ich) ist die Plastikhandschuh Taktik. Man fast einfach alles mit einem Plastikhandschuh an und ist dann so. Praktisch, da man eigentlich kein Besteck braucht und die Küche dann weniger Arbeit hat. Allerdings bei heißen Speise  mehr schlecht als recht praktikabel.

Zusammenfassend bin ich sehr positiv überrascht von koreanischem Essen (Frühstück mal ausgenommen), ein paar Eigeneheiten muss man den Koreanern schon lassen (ich erinnere an Kokons ...), das gehört zu Asien dazu. Das Einzige was noch zu sagen bleibt, ist das koreanisches Essen generell schärfer ist als in Deutschland (aber mal im Ernst, so schwer ist das nicht), man sich aber auch super ohne scharfes Essen durchbeißen kann (ich weiß, sehr gelungenes Wortpiel. Bin ich auch sehr stolz drauf).

4.9.14 19:00


Der Berg

Sonntag war Wandertag! Um 0.50 und 10 Minuten vor dem ins Bett gehen wurde ich angeschrieben, ob ich nicht mit Wandern gehen möchte. Ich bejahte, und um 10 ging es los. Wir waren zu fünft, und Deutschland war wieder mal besser vertreten. 2 Deutsche, 1 Litauer (der in England studierte), ein Spanier (mit koreanischen Wurzeln und Sprachkenntnissen) und ein Singapuraner (?). Es began mit dem glorreichen Einkauf in einer 7-Eleven Filiale (eine Art 24h-Laden der keine 24h offen hat) in dem es für etwa 5€ 1 Gebäck (Frphstück!), 2 Bibimbab (eine Art Reisrolle), 3 Sandwiches (allerdings eher klein und zusammen in einer Packung), eine Packung komische Milchbrötchen und eine kleine Packung (4 Stück) Kinderschokolade (Yay!) gab. Derart gewappnet ging es in eine langweilige Busfahrt. Sie kam mir zwar ewig vor, allerdings habe ich keine Ahnung wie lang sie war da ich BEIDE Fahrten geschlafen habe.

Daejeon hat überall außenrum eine Menge Berge, mit einer stolzen Höhe von 400-500m (und keine Ahnung wie hoch Daejeon selbst ist). Die Wahl viel auf diesen (Namen vergessen, Sorry) da es einen etwa 14km langen Rundweg gab, den wir gerne gehen wollten. Es ging also los und wir erreichten mithilfe einer kleinen Karte sehr schnell die erste Sehenswürdigkeit.Einen Pavillion. Hier gab es (wie an vielen naturnahen Orten in Korea) eine Menge Trimm-Geräte, die auch natürlich von gelangweilten Koreanern besetzt waren. Trotz allem entschlossen wir uns hier uns von der Schotterstraße abzuwenden und ins Dickicht, auf den "coolen" Weg zu wagen.

Dann ging es weiter Richtung Gipfel. Auf dem Weg begegneten uns eine Menge Koreaner in langen Hosen, mit Maske und mit lustiger und vielseitiger Handymusik (wobei das Handy in irgendwelchen Tiefen der Tachen/Rucksäcke vergraben war). Wir fanden alles drei völlig unverständlich. Wir waren nach kurzer Zeit aktiv am schwitzen (in kurzen Sachen). Koreaner schwitzen generell seltener. Unsere Theorie bestand darin, dass sie einfach die erstaunlich hohe Luftfeuchtigkeit direkt auf der Haut absorbierten (und deswegen auch weniger trinken!). Die Maske konnte (unserer Meinung nach) nur wegen erhöhter Ninja-Ähnlichkeit sinnvoll sein (funktionierte trotzdem eher mäßig).

Nach eher kurzer Zeit erreichten wir dann den 423m-Gipfel.

Da der Gipfel außer zu heißer Sonne nicht viel zu bieten hatte, ging es gleich weiter der Nase nach nach unten (vom Gipfel aus nach oben zu gehen wäre auch kompliziert geworden).

Dann wurde es interressant. Die Karte war auf Englisch, die Schilder auf Koreanisch und leider passten das nciht wirklich zusammen (auch wenn die englischen Namen wahrscheinlich die koreanische Aussprache darstellen sollte). Wir versuchten also den Rundweg zu finden (nein, der Gipfel war kein Teil davon) und versuchten sogar mit den Himmelsrichtungen zu arbeiten. Norden war dank Handy-App schnell bestimmt, allerdings zeigte der obere Teil der Karte nicht nach Norden. Wir mussten mithilfe einer anderen Karte also erst einmal die Norden auf der Karte und dann unsere Wunschrichtugn bestimmen.

Es ging schief. Wir kamen durch ein kleines Bergdorf (sah sehr nett aus) und erfragten uns dann den Weg zu dem eigentlichen Startparkplatz, der lustigerweise etwas außerhalb des Dorfes war. Am Anfang des Weges gab es ein paar Stände mit Trinken und Snacks. Wir bekommen eine Koreanische Spezialität zum probieren geschenkt

Dies sind irgendwie gekochte/gebratene Kokons von Raupen mit ein bisschen brauner Soße. Sie schmeckten erst ein bisschen nussig, dann etwas nach Fisch im Abgang und insgesamt widerlich (vorallem das Knirschen beim kauen war etwas unangenehm). Allerdings probierte jeder von uns tapfer.

Der Weg selbst war etwas breiter mit einem netten Barfußpfad aus einer Art rotem Lehm. Am Ende eines Teils des Pfades machten wir Rast und aßen unsere gekauften Snacks. Der Bibmbab war eigentlich sogar ziemlich lecker.

Etwas höher gab es dann ein nettes klassisches Gesangsspektakel (Ave Maria) und es hörte sich tatsächlich nicht ein bisschen koreanisch an (sondern einfach nach guten Gesang). Dort gab es auch eine Möglichkeit seine Füße gelb anzumalen und auf ein Blatt Papier zu drücken, quasi als Urkunde für den Barfußpfad. Der Rest des Weges gestaltete sich eher einfach. Als Höhepunkt gab es eine alte Festung, die nochmal etwas erhöht lag.

Hier sieht man die Stadt Daejeon, die sich lustigerweise ziemlich um den Berg windet (sprich sehr groß ist).

 

31.8.14 14:03


The City - Part One

Völliger Ignoranz im Bezug auf die Überschrift, beginnt dieser Blogeintrag mit dem heutigem Morgen. Das Frühstück bestand aus Gebäck aus Der Campus-Bäckerei "Tous Les Jours". Fröhlich, dass wir ein Frühstück ohne Reis, Kimchi und Eine Art Gulasch genießen konnten, kauften wir ein was bekannt aussah. Sowohl mein Mitbewohner als auch ich aßen eine Art sehr leckeren Quarkkrapfen, dann folgten bei mir ein vermeintliches Schokocroissant und bei ihm eine vermeintliche mit Käse überbackene Semmel. Allerdings gefehlt, wenn auch nicht zu weit. Mein "Schoko"-Croissant hatte zwei verschiedene Füllungen (einmal Quark einmal irgendetwas Komisches ... vielleicht eine Art Maroni-Créme?) und einen sehr interessanten (in diesem wie in vielen anderen Fällen  bedeutet "interessant": ich möchte jetzt nicht schlecht sagen, aber gut war es auch nicht.) Blätterteig. Sprich ein genießbarer, dennoch ziemlicher Fehlgriff. Mein Mitbewohner erging es wenig besser, denn seine Semmel war offenbar (ich habe selber nicht probiert) sehr weich und der Käse war anscheinend koreanischer Natur, sprich ungewohnter Käse. Dennoch ein besseres Frühstück als gestern und so ging weiter mit dem Orientierungsprogramm (ziemlich unspannend, da unser Papierbecher Turm kurz vom Ende umgefallen ist ...).

Nun zum passenden Teil, zu Daejeon - zum Ersten (mein Block zählt hier nicht!) aber nicht zum Letzten mal. Als allererstes haben wir nette Buskarten ausgeteilt bekommen. Die sind deswegeen praktisch, weil man etwas billiger fährt (eine Fahrt 1100 Won, sprich anders kann es auch nicht wirklich teuer sein) und vorallem einfach seine Karte beim Ein- (und Aussteigen, dazu später mehr) hinhalten kann und somit automatisch abgebucht wird. Allerdings war der Busplan sehr unübersichtlich, und ohne unseren Buddy (Hey stimmt, dafür war er ja da!) wären wir ziemlich verloren gewesen.

1. Der Plan zeigt das gesamte Fahrtensystem, was ziemlich blöd ist wenn man keine AHnung hat wo auf der Karte man ist und  nichts markiert ist.

2. Der Plan hat keine Minuten- sondern grobe Intervallangaben. Wenn hier auch unleserlich, steht da zB bei 104 für Mo-Fr (auf Koreanisch versteht sich) 14~16, was ohne das Wissen der Intervalle sehr komisch aussieht.

3. Naja, alle Haltestellen sind komischerweise auch auf Koreanisch und somit findet man sich selbst mit Wissen der Stationen unglaublich schwer zurecht.

Sprich Alles in Allem hatten wir null Ahnung und hätten große Probeleme gehabt. Zum Glück war unserer Buddy dabei.

Eine ziemliche coole Sache haben wir dann allerdings nach dem Aussteigen entdeckt. Den Fluss (wurde glaube ich bereits ein- oder zweimal erwähnt) konnte man an einer ziemlich coolen Stelle auf einer Art Steinbrücke mit Löchern überqueren (naja keine richtige Brücke ...)

(Man beachte auch den Schirm des Koreaners gegen die Sonne! Sieht man seeeehr häufig - wenn auch normalerweise eher Frauen)

Einkaufszentren sind nur insofern anders, dass es eine Menge kleiner Geschäfte nebeneinander gibt, diese in Korea aber normalerweise nur durch 1m (wenn überhaupt) hohe Wände abgegrenzt sind. Ansonsten gab es dort viel und es wurde der Entschluss beschlossen dort einmal einkaufen zu gehen (allerdings erst wenn klar ist was man so braucht). Vorallem die Fischabteilung sah interessant (diesmal wirklich interessant) aus. Dann ging es noch kurz "Downtown", wieder mit dem Bus. Die Downtown ist nur wegen einer Sache anders, man versteht ncihts. Wir haben uns den Spaß gemacht so ziemlich jedes Schild an dem wir vorbeigingen vorzulesen und die Bedeutung zu erraten. Zum Glück hatte unser Buddy viel Sinn für Humor und hat uns tatkräftig unterstützt. Es war auch glücklich, dass die Straße kleiner war und nicht wie alle Anderen, Größeren so aussah:

 Sonst wären wir wahrscheinlich gar nicht mehr vorangekommen. Bei dem Durchgang durch ein paar Geschäfte waren wir uns unsicher um wie viel Korea jetzt wirklich billiger ist als Deutschland, und unser Schluss war - kommt drauf an (Yay! Lieblingswortkombination). Tatsächlich ist vieles in Korea billiger, allerdings das Essen vorallem auf dem Campus. Ansonsten haben wir natürlich auch noch nicht alles gesehen.

Bei der Rückfahrt wollten wir eigentlich ausnutzen, dass man eine Stunde nach dem einsteigen in einen Bus kostenlos weiterfahren kann. Dazu haben sich die Koreaner den folgenden spaßigen Trick ausgedacht: Beim Aussteigen hält man die Karte noch einmal ganz lässig gegen den Scanner, und sichert sich damit den Reset seiner kostenlosen Stunde. Da man aber normalerweise keine Stunde fährt, ist das in diesem Moment kostenlos (wenn man länger fährt muss man halt zwischendrin nochmal kurz hin ...). Als lernende Touristen wollten wir da sauch machen, sind aber etwa 2 Minuten zu spät in den Bus gestiegen (der kam auch erst sehr spät ... haben den davor vielleicht gerade so verpasst). Allerdings sind diese 1100 Won einmal sicher verschmerzbar ...

28.8.14 12:28


Korean Music / Performance

Witzig, Infinite war zwar bekannt, aber halt nur am KAIST. Infinite ist eine lustige Metal Band (!), deren Frontsänger dank erstaunlich hoher Stimme einfach nicht dazu passt. Sprich so gut war sie nicht, nur die Gitarristen waren genial.

 

(Zum Bild: Die Bühne war mit sehr viel Licht und so gut war der Winkel nicht ... Leider kommen davon noch mehr)

 Anscheinend sind Bands hier am Campus recht bekannt, die Proben sind offen für alle, in die Band rein kommen allerdings nur Leute die bei einem Probespiel zugelassen werden  und manchmal spielen sie auf KAIST Veranstaltungen lustige Lieder. Vorallem in den Ferien können sie viel üben sprich bei uns gab es generell nur das Beste vom Besten!

 Als nächstes kamen zwei weitere Bands die eher K-Pop oder generell Pop spielten und außer zwei richtig, richtig guten Sängerinen (und eigentlich auch Musikern) musikalisch nichts zu bieten hatten (lag wohl am Stil ... ).

Dann wurde es interressant,  denn dann kam "Koreanisches Cheerleading". Angekündigt mit einem "Cheerleading mit asiatischer Kultur, bestand dieses Cheerleading vorallem aus einer erstaunlich großen Gruppe von lustig gekleideten Menschen die allesamt die selben Bewegungen gemacht haben, während der Vice-Captain oder der Captain andere Bewegungen macht und dabei die Menge und die anderen Cheerleader anfeuert. Allerdings sah das tatsächlich eindrucksvoll, wenn auch recht schnell eintönig aus.

Dann kam eine sehr lustige Magie Aufführung, deren erster Teil vorallem deswegen lustig war, da der Aufführende ein Mädchen aus dem Publikum einfach nach Strich und Faden verulkte (dieses Wort stammt Philip. bitte Applaus!), während das Publikum den meisten Teil gesehen hat. Der zweite Teil bestand aus einer Tanz-Einlage zu dem übrigens sehr empfehlenswerten "Fantastic Baby" von Big Bang, untermalt mit mehren Tricks mit ein paar übergroßen Spielkarten (der Trick war nicht so schwer zu durchschauen ...) und aufgehört hat es mit einem Magier der mit seinem Volleyball Wilson eine coole Show gemacht, aber nur am Ende und dann sehr wenig und nicht so komplizierte "Magie" angewendet hat.

Dann wurde es wieder interessant, denn der KAIST Chor wurde angekündigt. Allerdings waren die ersten drei Lieder nur eine Splittergruppe (erst 6 Leute A-Capella, dann 3 Leute Musical o.Ä.)  weshalb ich und mein norwegischer Sitznachbar (ja, der selbe wie am morgen kennengelernt) uns gefragt haben ob auch Chöre in Korea einfach völlig anders aufgebaut sind. Allerdings kam dann der normale Chor, und hat uns durch seine unglaublich geniale Extremitäten-Technik (Klatschen und Schnippen und Stampfen, wenn auch nicth gleichzeitig) beeindruckt und amüsiert hat.

Am Ende gab es noch eine weitere Band, die meines Erachtens völlig unnötig war. Sie war eien Band bei der ein "DJ" (ohne die typischen DJ-Kopfhörer, sprich völlig unauthentisch!!!) hinter einem "DJ"-Pult (Apple ....) stand und Musik gemacht hat, während davor ein paar JUngs und Mädels mal gerappt, mal gesungen haben. Generell war es viel Bass, sehr laut und richtig nervig.

Dennoch ging der Abend gut zu Ende, denn wir bewegten uns dann als 10-köpfige Gruppe noch Richtung Bar. Nicht nur wir, auch andere Internationals bewegten sich dorthin, sodass am Ende etwa 50 Internationals und 5 Koreaner in der Bar waren (Die Koreaner natürlich nicht bei uns ...). Dort gab es dann 3l-Pitcher von erstaunlichem gutem Bier für umgerechnet 9€, sprich es wurde bereits die Abmachung getroffen, dort öfter hinzugehe.

Bei lustigem Gesprächen und Facebook-Austausch wurde der Abend, der mit koreanischer Kultur angefangen hat, langsam durch internationales Trinken (insgesamt haben 4 Leute, mich eingeschlossen, einen Pitcher ausgegeben) beendet. Unter anderem wurde auch der Ort einer Bäckerei, für ein normales Frühstück preisgegeben, was denn morgigen Sport-Vormittag sicher angenehmer gestalten wird.

 

27.8.14 18:37


Buddys

Der Wecker singt wieder von einem einsamen Tag. Ironisch, denn gleichzeitig klingelt ein anderer Wecker mit, was nicht nur total bescheuert klingt sondern auch den einsamen Tag ziemlich widerlegt.

Tatsächlich ist an diesem Tag nicht viel einsam. Gefrühstückt wird in der Cafeteria (dazu später nochmal was ...) und gleich setzen sich ein Norweger, eine Amerikanerin und ein Mexikaner zu uns. Allerdings bleibt noch die Frage ob es wirklich "Frühstück" ist was man dort vorgesetzt bekommt. Kurze Zusammenfassung: komisch. Längere Zusammenfassung: Eine Art sehr flüssiges scharfes Gulasch mit Rinderstreifen, wirklich sehr weicher Tofu in einer kaum schmeckbaren roten Soße (die Combo schmeckte dank keiner vorhanden Konsistenz echt komisch), Kimchi (Yay ... !) und zwei Stücke Leberkäse (vom Aussehen her) die wie Katzenfutter schmeckten. Glorreich. Allerdings sehr spaßig, da es sich zu fünft einfach authentischer lästert. Frisch gestärkt heißt es dann erst einmal Informationen vorgesetzt zu bekommen. KAIST hat z.B. ein eigenes Krankenhaus für Mitarbeiter und Studenten! Wenn man mal drüber nachdenkt ist das ziemlich cool. ISSS und IRT (das "I" jeweils für international) sind für einen da und helfen wo sie können, und in der Bücherei kann man ganz viel machen (Studierzimmer reservieren, kopieren und viel mehr und sogar Bücher ausleihen!), allerdings kann man hoffen dass die Rednerin nicht die Dame mit den besten Englischkenntnissen der Bücherei war, sonst wird man dort sicher viel Spaß haben (allerdings eher weniger produktiv sein).

Im Zuge so vieler Fakten kurz zu meinem Einschub der Cafeteria. Es war nicht unser Plan in der Cafeteria zu frühstücken, allerdings blieb uns keine andere Möglichkeit. So etwas wie eine Küche existiert in diesem Wohnheim nicht. Kochen ist nicht. Das hat uns (und alle anderen mit denen wir gesprochen haben) hart getroffen, scheint aber für Koreaner völlig normal und OK zu sein. Im Nachhinein haben wir erfahren, es gibt anscheinend irgendwo auf dem Campus eine internationale Küche. Aber wie man sich das vorstellen darf wird sich noch zeigen ... (allerdings ein Lichtblick!). Ansonsten werden wir wohl (wie ein anderer Mitstudent treffend meinte) sehr schnell abnehmen.

Nach Informationen haben wir mit den neu gewonnen Buddys eine Runde aus KAIST rausgeschaut. Eigentlich nett, denn es gibt tatsächlich einen Fluss direkt vor der Nase und es gibt eine eigentlich recht schöne Uferpromenade (die ihr jetzt nicht sehen könnt, denn wer erwartet solche Abenteuer und nimmt schon einen Foto mit zum Essen und auf die  Informatinsveranstaltung ...) und es gibt tolle Brücken, die gerade gebaut werden und deswegen anscheinend Einbahnstraßen sind (oder der eine Aufseher wollte Stress vermeiden und weiterdösen). Um KAIST rum gibt es alles an Läden was man braucht, allerdings gibt es das meiste auch auf dem Campus und dort ist es erstaunlich billig. Ob billger läasst sich nicht mit letzter Gewissheit sagen, aber möglich ist es allemal. Dann gab es einen Kaffee (nicht für mich versteht sich) und lustige Unterhaltungen, bis wir uns zum umziehen und Mittagessen getrennt haben. Allerdings haben mein Zimmerpartner und ich das mit dem Essen irgendwie vergesseb. Sprich es gab kein Mittagessen (Frühstück war ja aber auch nahrhaft!). Und es ging direkt zum "Buddy-Program" weiter. Dann wurden erstmal alle getrennt und haben gleich neue Buddys getroffen. Praktischerweise war einer davon koreanisch (nicht so zufällig wie ihr grade denkt!). Er sprach zufälligerweise kaum Englisch (aber weit mehr als der Durchschnitt) und unsere Fragen wurden sehr bemüht, aber oft erst nach sehr langem Austausch beantwortet. Ansonsten sind wir ein weiteres mal über den Campus gelaufen und durften kleine Aufgaben machen wie Gruppen Foto, Pantomime oder etwas in einem Laden kaufen. Anscheinend muss man sich mit den Leuten in seiner Gruppe anfreunden, denn viele Aktionen werden in Buddy-Gruppen gemacht. Praktisch, denn meine Gruppe (bestehend aus einem, etwas Deutsch-sprechendem und generell sehr weit rumgekommen Isreali, einem sehr gesprächigem Kanadier, einer etwas zurückhaltenden, kleinen Chinesin und einer noch etwas kleineren deutschen Informatikerin) war definitiv nett und wir kamen gut miteinander aus. Nach einem Abendessen (ja ich werde wohl abnehmen oder die Küche finden ...) lösten wir uns auf und ich schreibe grade diesen Blogeintrag. Es wird gleich weitergehen mit einem schicken Konzert, auf dem sogar die unglaublich bekannte Grupep Infinite (ich hatte auch keine Ahnung dass die bekannt sind, ich kannte sie nicht) auftritt.

Soweit also Jetlag überstanden, viele Leute kennengelernt, das schwüle Wetter verflucht  und das Cafeteria Essen schon als ungenießbar eingestuft. Guter Start, würde ich sagen :P

27.8.14 11:47


KAIST

Such a lonely day. And it's mine. The most loneliest day of my life ... Mit etwas melancholischen Liedern (aber dennoch toll! Lonely Day von System of a Down) beginnt der Tag. Das Erste was ich merke - ich bin müde. Das Zweite - ich bin in Korea. Und allein. Tatsache. Also schnell runter zum Frühstück. Allerdings sitzen dort nur zwei Frauen aus der Business-Branche und die sehen nicht nach Gespräch aus.

Das Frühstück ist ein "English" Breakfast und besteht aus Rührei, Würstchen, Suppe und Salat. Dazu etwas Toast mit Marmelade, die man ganz einfach aus der Verpackung drückt. Irgendwie witzig. Dann beginnt der Spaß: Reden mit Leuten die hinter einer Theke/einem Bürotisch sitzen. Meines Erachtens nach gibt es in Korea 2 Arten von solchen Leuten. Die, die Englisch sprechen können, und die, die es nicht können. Praktischerweise ist die zweite Sorte klar in Überzahl, was die Kommunikation deutlich witziger gestaltet. Die Person gegenüber wirft ihre zwei bekannten englischen Worte sooft gegen meine zwei koreanischen Worte, bis wir uns mit Händen und Füßen einigen. Ja Tatsache. Um 8.30 ein Taxi. Man möchte nicht glauben wie kompliziert es sein kann so etwas an einer Hotel-Theke zu bestellen (In diesem Falle ist es definitiv an der Zeit gescheitert, und ich bin mir nicht mehr sicher ob ich die Zahlen wirklich gelernt habe, das was ich gesagt habe wurde anscheinend nicht sofort verstanden).

Dann beginnt eine äußerst unspektakuäre Fahrt zum KAIST. Und sie endet auch nach einiger Zeit. Für umgerechnet etwa 9€einmal quer durch Daejeon. Eigentlich unschlagbar der Preis, allerdings sah man vorallem andere Autos. Andere Autios die standen. Und man selbst leider mittendrin ...

 Zuerst holt man sich das "Arrival Paket" in der praktischerweise die Student ID Card drinnen ist, mit der man hier sogar das Zimmer öffnet. Und da passiert die erste große Überraschung in Korea. Eine Person, die wirjklich gutes Englisch spricht. Also nicht 2-3 Worte in die Sprachbaustelle schmeißt, sondern wirklich grammatikalisch korrekte Sätze zusammenbaut. Allerdings geht es dann schnell weiter zum Wohnheim. Ein etwa 15-stöckiger Bau mit jewils etwa 20 Doppelzimmern pro Etage. Und natürlich einem "Supervisor" der kein Englisch spricht, und sich deshalb lustigerweise immer Passanten zum dolmetschen schnappt. Was auch eher Semi-Gut funktioniert, denn können dann grade genug Englisch um  Hallo zu sagen und Unverständnis auszudrücken. Was ein Glück dass es in dieser Gesellschaft Handys und WiFi überall gibt!

Somit geht man in ein Zimmer denkt sich zuerst Yay, tatsächlich Bad und Dusche zu zweit nicht zu 20st (was davor die Annahme war)! Und dann kommt die Erkenntnis. Moment! In dieses Zimmer soll man zu zweit?

 Kuschelig ist wahrscheinlich der passendste Ausdruck.

Allerdings fehlen Decke und Kissen, welche eigentlich (nach Aussage einer englischsprechenden Offiziellen) im Laufe des Tages kommen sollten. Bis jetzt sind die aber höchstens im Nirvana (nein, nicht der Band) angelangt. Vielleicht klopfen dann auch Mitternacht ein paar zwiellichtige Gestalten und bringen einem Decke und Kissen. Möglich ist alles!

Dann erstmal mit dem offiziellen Krims-Krams anfangen. Koreanisches Konto aufmachen? Check! 620.000 Won abheben, sich mit unglaublich dickem Geldbeutel anstellen und bezahlen (da fühlt man sich, vorallem auch wegen den so hoch klingenden Beträgen gleich extra reich)?  Check! Beides vorallem bei dem sleben Banklangestellten, dessen einzges englisches Wort offenbar "Signature" ist. Im Endeffekt könnte ich auch 10 Waschmaschinen in verschdienen Farben und Designs gekauft haben. Die Dokumente waren aus irgendwelchen Gründen ausnahmelos Koreanisch. Die Aussage war im Endeffekt. "Signature.". "Signature.". "Signature.". "Signature.". Dann kam ein Zeichen wie, "Mache hier einen Haken". "Signature." "Name. (Ah dammit, doch 2 Worte!)". "Signature.". Und plötzlich hatte ich ein Sparbuch in der Hand und kein Plan was ich damit mache. Soviel ich weiß kann man theoretisch irgendwie damit am Automaten abheben. Aber dieses Rätsel löse ich wohl wannanders ...

Bei der Wanderung über den Campus (und auch wenn mir gewisse Leute das niemals glauben werden, ich hatte voll Orientierung!) mit meinem Zimmerpartner (auch Deutsch, aber ich bin nicht sicher ob mich das jetzt freuen soll oder nicht. so oder so, ich tue es) viel dann auch auf, dass es hier durchaus auch seine fast 30°C hat, allerdings mit gefühlten 200% Luftfeuchtigkeit. Man geht aus einem gekühltem Zimmer aus der Tür und ist plötzlich klatschnass. Soviel zu: Das Wetter in Korea ist genauso wie in Deutschland. Aber was noch nicht ist kann ja noch werden ...

26.8.14 12:05


Mein Block

 Frisch geduscht, eingekleidet und frisiert bin ich dann losgezogen um die Straßen in Daejeon unsicher zu machen. Während der eine Teil Daejeons echt schön und grün und schön grün ist (allerdings kann ich das nur aus dem Bus und Taxi aus einschätzen, da sieht man wohl nicht alles), ist der Teil in dem ich mich befinde bei den großen Straßen modern und in den kleinen Straßen alt und etwas heruntergekommen. Dafür gibt es unzählige kleine Restaurants. Ich glaube damit die alle überleben können, müssen die Koreaner wirklich nie selbst kochen sondern immer Essen gehen. Was ich auf Dauer teuer finde. Aber dazu später mehr.

In Korea sehen die modernen Teile so aus

Sprich vollkommen unverständlich. Ich stand kurzzeitig auf der gegenüberliegenden Straßenseite (damit es nicht so auffällt) und habe gelesen was da steht. Nach einer Weile wusste ich zwar wie man das in etwa ausspricht, hatte aber dennoch keinerlei Ahnung was mir das jetzt sagen soll. Dem Aussehen nach zu urteilen handelt es sich um einen kleinen Allesladen, aber dazu braucht man die Schrift nicht. Das ist etwas depremierend, wenn man bedenkt dass meine 2 Semster Koreanisch Kurs mir bis jetzt nicht wirklich geholfen haben. Sachen wie Anjong-ha-sejo und Kamsa-hamnida schafft man auch ohne Kurs (Hallo und Danke). Die etwas heruntergekommen Teile sahen eigentlich genauso aus, nur weniger bunt und etwas weniger Schrift. Und eben heruntergekommener. Es gab allerdings auch noch modernerne Gebäude, die dann tatsächlich noch Musik erklingen ließen und dazu noch bunt blinkten. Bei einer der Straßen fiel mir auf, dass Koreanische Musik den Vorteil hat, dass man locker auch zwei völlig verschiedene Stücke parallell laufen lassen kann und sie sich nicht verschelchtern. Der eine Einsatz der einen Sängerin passte sogar so gut, dass ich zuerst dachte es wäre nur ein Lied.

Irgendwann hatte ich dann meinen Block erkundet und mich sogar mal über die große Straße gewagt (mehr wollte ich dann doch nicht, ich hatte mein Handy nicht dabei und wollte mich nicht zuweit verlaufen ...)  und bin deshalb Essen gegangen. Da es vergleichsweise früh war, war ich der erste Kunde, und das war gut. Wir haben beide mehrmals aneinander vorbeigeredet (die Frau in Koreanisch ich in Englisch und Koreanisch, obwohl das vielleicht nicht als Koreanisch ankam) allerdings kann ich das nicht mit Sicherheit sagen, wir haben uns ja absolut nciht verstanden. Irgendwann war dann klar dass ich mich irgendwo hinsetze (war ja Platz) und ich etwas Essen möchte (Ich habe mal zufällig auf etwas auf der Karte gezeigt) und wir waren uns einig. Ich setzte mich, bekam Leitungswasser und durfte warten. Dann wurde mir nach und nach das Essen gebracht:

 Das links unten sind unverkennbar scharf marinierte Stücke Fleisch (warm aber mit vielen Knochen), das daneben war Gemüse in scharfer Soße (kalt), rechts daneben der berühmte Koreanische Kimchi (kalt, Rotkohl, und wie jede Spezialität wird irgendetwas Komisches gemacht, in diesem Fall monatelange unterirdische Fermentierung in einem Glas), rechts darüber eine scharfe Soße (kalt), links daneben irgendetwas salziges, fischiges und zu guter letzt Knoblauch und Pepperoni (nicht angerührt). Das Essen war übrigens scharf. Sogar für mich.

Gegessen habe ich das Fleisch mit einem lustigem Plastikhandschuh (wie rechts unten im Bild noch angedeutet ist) und entsprechend mit der Hand.  Den Rest gabs mit Stäbchen (und die Vorspeisensuppe mit dem Löffel). Ganz links oben gabs noch ein feuchtes Tuch zum Mund abwischen danach (dringend notwendig). Insgesamt fand ich das Essen gut, allerdings zu scharf und zu teuer (13.000 Won ~ 11&euro. Allerdings ist Trinkgeld anscheinend bereits eingerechnet. Auf dem Rückweg hab ich mir dann noch schnell eine kleine Milch zum entgegenwirken gekauft (das ging zum Glück mehr oder weniger ohne Kommunikation die über Hallo, Danke und Tschüss hinausging).

26.8.14 04:21


Endlich Korea

Nach der langen, langwierigen UND eher langweiligen Anreise ging der formelle Teil am Incheon Airport richtig schnell. Man musste vor der Passkontrolle kurz warten, aber dann wurde man in Sekundenschnelle abgefertigt: Zeigefingerabdruck gescannt, Augen fotografiert ( warum auch immer ...? ) und Visa geprüft.

Dann wurde man beim Zoll noch vorbeigewunken und plötzlich konnte man gehen und stand etwas verloren in der Gegend rum.  Und dann begann am gut englisch ausgeschilderten eine Suche nach einem sogennanten Global ATM um etwas Geld abzuheben. Der wurde nach Nachfragen dann tatsächlich gefunden, nur gab es dann 3 Auswahlmöglichkeiten wie man Geld abheben möchte. Ich bin mir immer noch nicht sicher was genau ich da jetzt ausgewählt habe. Auf jeden Fall ging es beim ersten mal nach einer kuriosen Fehlermeldung nicht, das zweite mal hat es einfach so nicht funktioniert und dann beim dritten mal kamen tatsächlich 100.000 Won (~ 90€ ) aus dem Automaten (mehr geht bei europäischen Karten auf einmal nicht ...). Und dann ging es weiter Richtung Bus nach Daejeon. Den Bus zu finden war gar nicht schwer und Ticket kaufen ging auch sehr leicht da die freundliche Frau an der Theke mir einen Taschenrechner mit dem entsprechenden Betrag unter die Nase hielt.

Und dann ging es richtig los, an der Haltestelle traf ich erstmal einen anderen Deutschen ebenfalls von der TUM (allerdings kein Informatiker). Die erste Stunde Fahrt ging damit schenll vorbei (das Gespräch drehte sich ingesamt wahrscheinlich 5 min um die bitter nötige Dusche, da man immer wieder daraufzurückkam), der Rest wurde elegant verschlafen. Dazu muss man sagen, dass der Bus doppelt so komfortabel war wie das Flugzeug ...

Auf dem wachen Teil der Fahrt wurde fleißig die Umgebung angeschaut und teilweise aufgenommen. Der Incheon Flughafen liegt nicht in Seoul sondern in Incheon (wie der Name suggeriert) was ein Stückchen von Seoul entfernt ist. Dafür liegt er direkt an einem Wattenmeer.

 

 Danach kamen vorallem eine Menge geballte Hochhäuser (also immer mal wieder ganz viele auf einmal), die lustigerweise im Ballen alle gleich aussahen aber sonst von Ballen zu Ballen unterschiedlich. Hin wieder (oder quasi in jedem zweiten Ballen) gab es auch Krähne, die weitere identische Hochhäuser aus dem Boden stampften.

 Hin und wieder gab es auch eine kleine Stadt (allerdings waren wir uns nicht sicher ob irgendetwas davon jetzt Seoul war und oder zumindestens ein Vorwort davon ...) die auch aus Hochhäusern bestand allerdings durchaus verschiedenen.

Insgesamt sahen die Häuser allerdings erstaunlich alt aus. Korea ist definitiv noch nciht flächendeckend ganz weit oben in wirtschaftlichen Bereichen der Welt.

Der Bus hielt dann in Daejeon und freundloicherweise signalisierte mit der Fahrer dass ich jetzt aussteigen müsse (der andere TUMler hatte ein anderes Hotel woanders in Daejeon), da ich natürlich nichts verstanden habe als er die Station ansagte.

Dann schaffte ich es dem Taxi-Fahrer zu sagen wo ich hin möchte, indem ich ihm die Hand-abgeschriebene Adresse meines Hotels unter die Nase hielt. Ich war mir dann zuerst nicht ganz sicher ob er tatsächlich verstanden hatte was da stand, da er etwa 5 min mit seinem Navi kämpfte (2/3 der Zeit davon standen wir tatsächlich an EINER Ampel. Noch schlimmere Rot/Grün Zeiten als in Berlin, nur da ging es gegen die Fußgänger ...) aber im Hotel fand die Dame gleich heraus dass ein gewisser "Pabian Ka-iser" eine Reservierung hatte, und da das zufälligerweise auch auf meinem Wisch von STA-Travel draufstand, drückte man mir sofort einen Schlüssel in die Hand und setzte mich in den Aufzug. Im Zimmer angelangt ging erstmal sofort der Fernseher an, sobald ich da war, und quasselte mich auf koreanisch voll, und ich konnte endlich (!) duschen ...

25.8.14 15:34


Sand und Baustellen

Jetzt das ausgelassene Abu Dhabi. Ich war nur 2h da und doch schon ein Erlebnis. Man fährt in Deutschland bei 15° weg und kommt in Abu Dhabi bei 35° an. Man merkt von diesen 35° eigentlich nicht viel, da man nur auf dem Weg vom Flugzeug zum Bus, vom Bus zum Terminal, vom Terminal zum Bus und vom Bus zum Flugzeug außerhalb des total übertrieben klimatisierten Flugzeuges (bzw das ging sogar noch, muss aber aus Stilgründen trotzdem erwähnt werden), Bus oder Terminals ist. Man merkt auch sofort physisch, dass Abu Dhabi in der Wüste ist. Während man auf den kurzen Wegen wegen der Hitze versucht seinen sofort schweißnassen Pullover auszuziehen, wehen einem ganz viele kleine Mineralkörner an jegliche freien Stellen des Körpers (welche natürlich in diesem Moment freigemacht wurden!). Man rettet sich mit einem gewagtem Sprung in einen Innenraum (von welchem Gefährt/Gebäude auch immer) und glaubt sofort man müsste erfrieren. Entsprechend zieht man den Pullover (den man pratischerweise noch in der Hand hat) wieder an. Man wiederhole das insgesamt 4 mal, und schon weiß man wie sich der Flugahfen in der Wüste anfühlt.

Vom Rest von Abu Dhabi hat man leider auch nicht viel gesehen. Das mag daran gelegen, dass in Abu Dhabi zur Ankunftszeit bereits Nacht war (ergibt leider durchaus Sinn dann wenig zu sehen).  Das wenige das man sah waren Baustellen. Dafür Unmengen und in allen Varianten. Sehr beeindruckend!

Nichtsdestotrotz hat mir der Flughafen innen sehr gut gefallen. Der Hauptraum war ein großer Runder Saal mit einer schön geflisten Säule in der Mitte und ebenso schön gefließten Decke.

 

Es gab jede Menge Sitzgelegenheiten und (!) Internet. Damit arme Reisende nicht quasi für immer völlig von der Außenwelt abgeschnitten sind (Ironie off ... Es gab vorallem für ein wenig Geld sogar im Flug WiFi). Sonst war es nett die arabischen Schriftzeichen zu begutachten, da ich finde dass das defintiv eine schöne Schrift ist.

Vorallem wenn sie so gut mit Pflanzen in Szene gesetzt werden.

25.8.14 12:58


Streckenweise OK - Die Reise

Also ich stand um 3.30 in aller Herrgottsfrühe auf und machte mich bereit für ein Abenteuer. Und damit es mehr Spaß macht habe ich gleich das ganze Haus mitbereit gemacht und auch geweckt. Allerdings war die Fahrt zum Flughafen (Erst per Peter-Taxi, dann per ICE) eher unspektakulär. Irgendwann kam ich dann am Düsseldorfer Flughafen an (mit erstaunlich wenig Schlaf …. ) und habe eingecheckt. Was schon lustiger war, denn der Schalter der Etihad war vorerst noch von einer anderen Fluggesellschaft besetzt, und die „15-20 min“ in denen Etihad dann kommen sollte gestalteten sich als ungefähr 45-50 min, die ich trotzdem direkt davor stand, denn eigentlich sollte es ja nicht mehr lange dauern … Allerdings war das nicht so schlimm, in einem Flugzeug sitzt man sowieso noch genug.

Nach kurzem Warten (war eigentlich lang, aber ich kürze hier mal ab) saß ich dann auch irgendwann in einem Flieger. Neben mir eine etwas ältere Inderin die gleich mal die gesamte Armlehne in Beschlag nahm, und höflich wie ich bin wollte ich jetzt keinen Kleinkrieg im Flugzeug anfangen.

Jetzt im Nachhinein würde ich den Flug als „streckenweise OK“ beschreiben. Das waren dann die Strecken in denen ich es irgendwie hinbekommen habe zu schlafen (nicht oft) oder in denen es Essen oder Trinken gab (nicht lang). Ansonsten war es insgesamt etwas zu eng und die Lehne zu klein. Sprich Schlafen ging nur mit sehr komischen Kopfhaltungen (deswegen gab es das wahrscheinlich nicht so oft). Ich bin mir auch nicht sicher wie ich es auf früheren Flügen geschafft habe die ganze Zeit die Filme anzuschauen. Vielleicht waren sie damals spannender, auf jeden Fall war das keine Option mehr. Somit waren es ziemlich langweilige, langwierige und unangenehme 6h Flug.

Abu Dhabi (diesmal mit richtigem h!) kommt nach.

 Der zweite Flug war länger und besser, einfach aus dem Grund dass ich 75% davon geschlafen habe. Ansonsten waren die Bedingungen die Gleichen (hat aber 8h gedauert).

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass mich das FLugzeugessen jedes mal sehr freut, und zwar weil ich immer an die entsprechende Loriot-Stelle denken muss (und noicht etwa wegen der ungalublichen Qualität). Ich finde sonst generell die Idee etwas komisch, 10-12km über der Erde zu versuchen ordentliche Speisen auf den Tisch zu bringen. Die Nudelsuppe war sehr gut, der Rest den Umständen entsprechend.

 

 

25.8.14 12:40


Vorwort

Tja, nun sitz ich hier in Abu Dabi (Und da gehört noch irgendwo ein „h“ rein! Nur leider weiß ich nicht wo.) rum und warte auf meinen Anschlussflug. Eigentlich bin ich ja (meines Erachtens nach) definitiv nicht der Typ für irgendetwas das eine literarische Leistung sein soll. Zu unflexibel, unkreativ, unbegeisterungsfähig, unkreativ, etc … und vorallem fällt mir immer nur Blödsinn ein. Allerdings wurde mir trotzdem von vielen Leuten (ja ich spreche von euch!) zugetragen trotzdem einen Blog zu schreiben, obwohl mein geistiges Ungut ja jedem der mich kennt bekannt ist.

Deswegen schreibe ich also einen Blog, bzw momentan das Vorwort dazu. Ich bin auch noch nicht sicher wie lange und oft ich mich an diesen Blog dann hocken werde, allerdings ist das wahrscheinlich anfangs mehr und dann immer weniger (das Leben wird voraussichtlich auch immer routinierter, sofern würde ich mich sowieso nur wiederholen).

Nun zu  „diesem Blog“, diesem „Ein Korea Blog“. Ich war ja noch am Überlegen ob ich nicht doch lieber den working title „Wikinger fallen erneut in Asien ein“ benutzen soll, aber das war mir dann doch zu sehr aus der Luft gegriffen. Andersrum bin ich ja immer noch am Überlegen ob ich mich nicht als Thor Odinsson vorstellen sollte, und als Wikinger-Gott des Donners mal ein bisschen Stimmung machen sollte!

Sonst stand noch „Mein Korea Blog“ zur Auswahl allerdings steckt da „mein“ drinnen und dass ist ja bekanntermaßen bürgerlich und sowas kann ich hier nicht brauchen.

Aber genug vom Vorwort, denn jetzt darf ich euch mit meinem Flug langweilen.

25.8.14 12:15


Widmung

Für nichts und wieder nichts.

25.8.14 12:11





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