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   6.09.14 21:06
    Ich liebe die Art wie du






KAIST

Such a lonely day. And it's mine. The most loneliest day of my life ... Mit etwas melancholischen Liedern (aber dennoch toll! Lonely Day von System of a Down) beginnt der Tag. Das Erste was ich merke - ich bin müde. Das Zweite - ich bin in Korea. Und allein. Tatsache. Also schnell runter zum Frühstück. Allerdings sitzen dort nur zwei Frauen aus der Business-Branche und die sehen nicht nach Gespräch aus.

Das Frühstück ist ein "English" Breakfast und besteht aus Rührei, Würstchen, Suppe und Salat. Dazu etwas Toast mit Marmelade, die man ganz einfach aus der Verpackung drückt. Irgendwie witzig. Dann beginnt der Spaß: Reden mit Leuten die hinter einer Theke/einem Bürotisch sitzen. Meines Erachtens nach gibt es in Korea 2 Arten von solchen Leuten. Die, die Englisch sprechen können, und die, die es nicht können. Praktischerweise ist die zweite Sorte klar in Überzahl, was die Kommunikation deutlich witziger gestaltet. Die Person gegenüber wirft ihre zwei bekannten englischen Worte sooft gegen meine zwei koreanischen Worte, bis wir uns mit Händen und Füßen einigen. Ja Tatsache. Um 8.30 ein Taxi. Man möchte nicht glauben wie kompliziert es sein kann so etwas an einer Hotel-Theke zu bestellen (In diesem Falle ist es definitiv an der Zeit gescheitert, und ich bin mir nicht mehr sicher ob ich die Zahlen wirklich gelernt habe, das was ich gesagt habe wurde anscheinend nicht sofort verstanden).

Dann beginnt eine äußerst unspektakuäre Fahrt zum KAIST. Und sie endet auch nach einiger Zeit. Für umgerechnet etwa 9€einmal quer durch Daejeon. Eigentlich unschlagbar der Preis, allerdings sah man vorallem andere Autos. Andere Autios die standen. Und man selbst leider mittendrin ...

 Zuerst holt man sich das "Arrival Paket" in der praktischerweise die Student ID Card drinnen ist, mit der man hier sogar das Zimmer öffnet. Und da passiert die erste große Überraschung in Korea. Eine Person, die wirjklich gutes Englisch spricht. Also nicht 2-3 Worte in die Sprachbaustelle schmeißt, sondern wirklich grammatikalisch korrekte Sätze zusammenbaut. Allerdings geht es dann schnell weiter zum Wohnheim. Ein etwa 15-stöckiger Bau mit jewils etwa 20 Doppelzimmern pro Etage. Und natürlich einem "Supervisor" der kein Englisch spricht, und sich deshalb lustigerweise immer Passanten zum dolmetschen schnappt. Was auch eher Semi-Gut funktioniert, denn können dann grade genug Englisch um  Hallo zu sagen und Unverständnis auszudrücken. Was ein Glück dass es in dieser Gesellschaft Handys und WiFi überall gibt!

Somit geht man in ein Zimmer denkt sich zuerst Yay, tatsächlich Bad und Dusche zu zweit nicht zu 20st (was davor die Annahme war)! Und dann kommt die Erkenntnis. Moment! In dieses Zimmer soll man zu zweit?

 Kuschelig ist wahrscheinlich der passendste Ausdruck.

Allerdings fehlen Decke und Kissen, welche eigentlich (nach Aussage einer englischsprechenden Offiziellen) im Laufe des Tages kommen sollten. Bis jetzt sind die aber höchstens im Nirvana (nein, nicht der Band) angelangt. Vielleicht klopfen dann auch Mitternacht ein paar zwiellichtige Gestalten und bringen einem Decke und Kissen. Möglich ist alles!

Dann erstmal mit dem offiziellen Krims-Krams anfangen. Koreanisches Konto aufmachen? Check! 620.000 Won abheben, sich mit unglaublich dickem Geldbeutel anstellen und bezahlen (da fühlt man sich, vorallem auch wegen den so hoch klingenden Beträgen gleich extra reich)?  Check! Beides vorallem bei dem sleben Banklangestellten, dessen einzges englisches Wort offenbar "Signature" ist. Im Endeffekt könnte ich auch 10 Waschmaschinen in verschdienen Farben und Designs gekauft haben. Die Dokumente waren aus irgendwelchen Gründen ausnahmelos Koreanisch. Die Aussage war im Endeffekt. "Signature.". "Signature.". "Signature.". "Signature.". Dann kam ein Zeichen wie, "Mache hier einen Haken". "Signature." "Name. (Ah dammit, doch 2 Worte!)". "Signature.". Und plötzlich hatte ich ein Sparbuch in der Hand und kein Plan was ich damit mache. Soviel ich weiß kann man theoretisch irgendwie damit am Automaten abheben. Aber dieses Rätsel löse ich wohl wannanders ...

Bei der Wanderung über den Campus (und auch wenn mir gewisse Leute das niemals glauben werden, ich hatte voll Orientierung!) mit meinem Zimmerpartner (auch Deutsch, aber ich bin nicht sicher ob mich das jetzt freuen soll oder nicht. so oder so, ich tue es) viel dann auch auf, dass es hier durchaus auch seine fast 30°C hat, allerdings mit gefühlten 200% Luftfeuchtigkeit. Man geht aus einem gekühltem Zimmer aus der Tür und ist plötzlich klatschnass. Soviel zu: Das Wetter in Korea ist genauso wie in Deutschland. Aber was noch nicht ist kann ja noch werden ...

26.8.14 12:05
 
Letzte Einträge: Der Berg, Nom Nom Nom, 추석 und andere Eigenheiten, Das Ostmeer, japanische Meer oder auch Meer von Korea, Tradition, Bunt, bunt, bunt sind alle meine Wälder.


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