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   6.09.14 21:06
    Ich liebe die Art wie du






Buddys

Der Wecker singt wieder von einem einsamen Tag. Ironisch, denn gleichzeitig klingelt ein anderer Wecker mit, was nicht nur total bescheuert klingt sondern auch den einsamen Tag ziemlich widerlegt.

Tatsächlich ist an diesem Tag nicht viel einsam. Gefrühstückt wird in der Cafeteria (dazu später nochmal was ...) und gleich setzen sich ein Norweger, eine Amerikanerin und ein Mexikaner zu uns. Allerdings bleibt noch die Frage ob es wirklich "Frühstück" ist was man dort vorgesetzt bekommt. Kurze Zusammenfassung: komisch. Längere Zusammenfassung: Eine Art sehr flüssiges scharfes Gulasch mit Rinderstreifen, wirklich sehr weicher Tofu in einer kaum schmeckbaren roten Soße (die Combo schmeckte dank keiner vorhanden Konsistenz echt komisch), Kimchi (Yay ... !) und zwei Stücke Leberkäse (vom Aussehen her) die wie Katzenfutter schmeckten. Glorreich. Allerdings sehr spaßig, da es sich zu fünft einfach authentischer lästert. Frisch gestärkt heißt es dann erst einmal Informationen vorgesetzt zu bekommen. KAIST hat z.B. ein eigenes Krankenhaus für Mitarbeiter und Studenten! Wenn man mal drüber nachdenkt ist das ziemlich cool. ISSS und IRT (das "I" jeweils für international) sind für einen da und helfen wo sie können, und in der Bücherei kann man ganz viel machen (Studierzimmer reservieren, kopieren und viel mehr und sogar Bücher ausleihen!), allerdings kann man hoffen dass die Rednerin nicht die Dame mit den besten Englischkenntnissen der Bücherei war, sonst wird man dort sicher viel Spaß haben (allerdings eher weniger produktiv sein).

Im Zuge so vieler Fakten kurz zu meinem Einschub der Cafeteria. Es war nicht unser Plan in der Cafeteria zu frühstücken, allerdings blieb uns keine andere Möglichkeit. So etwas wie eine Küche existiert in diesem Wohnheim nicht. Kochen ist nicht. Das hat uns (und alle anderen mit denen wir gesprochen haben) hart getroffen, scheint aber für Koreaner völlig normal und OK zu sein. Im Nachhinein haben wir erfahren, es gibt anscheinend irgendwo auf dem Campus eine internationale Küche. Aber wie man sich das vorstellen darf wird sich noch zeigen ... (allerdings ein Lichtblick!). Ansonsten werden wir wohl (wie ein anderer Mitstudent treffend meinte) sehr schnell abnehmen.

Nach Informationen haben wir mit den neu gewonnen Buddys eine Runde aus KAIST rausgeschaut. Eigentlich nett, denn es gibt tatsächlich einen Fluss direkt vor der Nase und es gibt eine eigentlich recht schöne Uferpromenade (die ihr jetzt nicht sehen könnt, denn wer erwartet solche Abenteuer und nimmt schon einen Foto mit zum Essen und auf die  Informatinsveranstaltung ...) und es gibt tolle Brücken, die gerade gebaut werden und deswegen anscheinend Einbahnstraßen sind (oder der eine Aufseher wollte Stress vermeiden und weiterdösen). Um KAIST rum gibt es alles an Läden was man braucht, allerdings gibt es das meiste auch auf dem Campus und dort ist es erstaunlich billig. Ob billger läasst sich nicht mit letzter Gewissheit sagen, aber möglich ist es allemal. Dann gab es einen Kaffee (nicht für mich versteht sich) und lustige Unterhaltungen, bis wir uns zum umziehen und Mittagessen getrennt haben. Allerdings haben mein Zimmerpartner und ich das mit dem Essen irgendwie vergesseb. Sprich es gab kein Mittagessen (Frühstück war ja aber auch nahrhaft!). Und es ging direkt zum "Buddy-Program" weiter. Dann wurden erstmal alle getrennt und haben gleich neue Buddys getroffen. Praktischerweise war einer davon koreanisch (nicht so zufällig wie ihr grade denkt!). Er sprach zufälligerweise kaum Englisch (aber weit mehr als der Durchschnitt) und unsere Fragen wurden sehr bemüht, aber oft erst nach sehr langem Austausch beantwortet. Ansonsten sind wir ein weiteres mal über den Campus gelaufen und durften kleine Aufgaben machen wie Gruppen Foto, Pantomime oder etwas in einem Laden kaufen. Anscheinend muss man sich mit den Leuten in seiner Gruppe anfreunden, denn viele Aktionen werden in Buddy-Gruppen gemacht. Praktisch, denn meine Gruppe (bestehend aus einem, etwas Deutsch-sprechendem und generell sehr weit rumgekommen Isreali, einem sehr gesprächigem Kanadier, einer etwas zurückhaltenden, kleinen Chinesin und einer noch etwas kleineren deutschen Informatikerin) war definitiv nett und wir kamen gut miteinander aus. Nach einem Abendessen (ja ich werde wohl abnehmen oder die Küche finden ...) lösten wir uns auf und ich schreibe grade diesen Blogeintrag. Es wird gleich weitergehen mit einem schicken Konzert, auf dem sogar die unglaublich bekannte Grupep Infinite (ich hatte auch keine Ahnung dass die bekannt sind, ich kannte sie nicht) auftritt.

Soweit also Jetlag überstanden, viele Leute kennengelernt, das schwüle Wetter verflucht  und das Cafeteria Essen schon als ungenießbar eingestuft. Guter Start, würde ich sagen :P

27.8.14 11:47
 
Letzte Einträge: Der Berg, Nom Nom Nom, 추석 und andere Eigenheiten, Das Ostmeer, japanische Meer oder auch Meer von Korea, Tradition, Bunt, bunt, bunt sind alle meine Wälder.


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