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   6.09.14 21:06
    Ich liebe die Art wie du






Der Berg

Sonntag war Wandertag! Um 0.50 und 10 Minuten vor dem ins Bett gehen wurde ich angeschrieben, ob ich nicht mit Wandern gehen möchte. Ich bejahte, und um 10 ging es los. Wir waren zu fünft, und Deutschland war wieder mal besser vertreten. 2 Deutsche, 1 Litauer (der in England studierte), ein Spanier (mit koreanischen Wurzeln und Sprachkenntnissen) und ein Singapuraner (?). Es began mit dem glorreichen Einkauf in einer 7-Eleven Filiale (eine Art 24h-Laden der keine 24h offen hat) in dem es für etwa 5€ 1 Gebäck (Frphstück!), 2 Bibimbab (eine Art Reisrolle), 3 Sandwiches (allerdings eher klein und zusammen in einer Packung), eine Packung komische Milchbrötchen und eine kleine Packung (4 Stück) Kinderschokolade (Yay!) gab. Derart gewappnet ging es in eine langweilige Busfahrt. Sie kam mir zwar ewig vor, allerdings habe ich keine Ahnung wie lang sie war da ich BEIDE Fahrten geschlafen habe.

Daejeon hat überall außenrum eine Menge Berge, mit einer stolzen Höhe von 400-500m (und keine Ahnung wie hoch Daejeon selbst ist). Die Wahl viel auf diesen (Namen vergessen, Sorry) da es einen etwa 14km langen Rundweg gab, den wir gerne gehen wollten. Es ging also los und wir erreichten mithilfe einer kleinen Karte sehr schnell die erste Sehenswürdigkeit.Einen Pavillion. Hier gab es (wie an vielen naturnahen Orten in Korea) eine Menge Trimm-Geräte, die auch natürlich von gelangweilten Koreanern besetzt waren. Trotz allem entschlossen wir uns hier uns von der Schotterstraße abzuwenden und ins Dickicht, auf den "coolen" Weg zu wagen.

Dann ging es weiter Richtung Gipfel. Auf dem Weg begegneten uns eine Menge Koreaner in langen Hosen, mit Maske und mit lustiger und vielseitiger Handymusik (wobei das Handy in irgendwelchen Tiefen der Tachen/Rucksäcke vergraben war). Wir fanden alles drei völlig unverständlich. Wir waren nach kurzer Zeit aktiv am schwitzen (in kurzen Sachen). Koreaner schwitzen generell seltener. Unsere Theorie bestand darin, dass sie einfach die erstaunlich hohe Luftfeuchtigkeit direkt auf der Haut absorbierten (und deswegen auch weniger trinken!). Die Maske konnte (unserer Meinung nach) nur wegen erhöhter Ninja-Ähnlichkeit sinnvoll sein (funktionierte trotzdem eher mäßig).

Nach eher kurzer Zeit erreichten wir dann den 423m-Gipfel.

Da der Gipfel außer zu heißer Sonne nicht viel zu bieten hatte, ging es gleich weiter der Nase nach nach unten (vom Gipfel aus nach oben zu gehen wäre auch kompliziert geworden).

Dann wurde es interressant. Die Karte war auf Englisch, die Schilder auf Koreanisch und leider passten das nciht wirklich zusammen (auch wenn die englischen Namen wahrscheinlich die koreanische Aussprache darstellen sollte). Wir versuchten also den Rundweg zu finden (nein, der Gipfel war kein Teil davon) und versuchten sogar mit den Himmelsrichtungen zu arbeiten. Norden war dank Handy-App schnell bestimmt, allerdings zeigte der obere Teil der Karte nicht nach Norden. Wir mussten mithilfe einer anderen Karte also erst einmal die Norden auf der Karte und dann unsere Wunschrichtugn bestimmen.

Es ging schief. Wir kamen durch ein kleines Bergdorf (sah sehr nett aus) und erfragten uns dann den Weg zu dem eigentlichen Startparkplatz, der lustigerweise etwas außerhalb des Dorfes war. Am Anfang des Weges gab es ein paar Stände mit Trinken und Snacks. Wir bekommen eine Koreanische Spezialität zum probieren geschenkt

Dies sind irgendwie gekochte/gebratene Kokons von Raupen mit ein bisschen brauner Soße. Sie schmeckten erst ein bisschen nussig, dann etwas nach Fisch im Abgang und insgesamt widerlich (vorallem das Knirschen beim kauen war etwas unangenehm). Allerdings probierte jeder von uns tapfer.

Der Weg selbst war etwas breiter mit einem netten Barfußpfad aus einer Art rotem Lehm. Am Ende eines Teils des Pfades machten wir Rast und aßen unsere gekauften Snacks. Der Bibmbab war eigentlich sogar ziemlich lecker.

Etwas höher gab es dann ein nettes klassisches Gesangsspektakel (Ave Maria) und es hörte sich tatsächlich nicht ein bisschen koreanisch an (sondern einfach nach guten Gesang). Dort gab es auch eine Möglichkeit seine Füße gelb anzumalen und auf ein Blatt Papier zu drücken, quasi als Urkunde für den Barfußpfad. Der Rest des Weges gestaltete sich eher einfach. Als Höhepunkt gab es eine alte Festung, die nochmal etwas erhöht lag.

Hier sieht man die Stadt Daejeon, die sich lustigerweise ziemlich um den Berg windet (sprich sehr groß ist).

 

31.8.14 14:03
 
Letzte Einträge: Nom Nom Nom, 추석 und andere Eigenheiten, Das Ostmeer, japanische Meer oder auch Meer von Korea, Tradition, Bunt, bunt, bunt sind alle meine Wälder.


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