Ein Korea Blog

 

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   6.09.14 21:06
    Ich liebe die Art wie du






Nom Nom Nom

Nach einigem Selbstversuchen fühle ich mich in der Lage einen Blog über Essen zu schreiben. Einmal generell - Essen in Korea ist anders.

Gefrühstückt wird hier ja erstaunlicherweise normalerweise warm und etwas, dass bei uns als warmes Mittagessen durchgehen würde. Eines der wenigen Dinge die mir bis jetzt untergekommen sind und an die ich mich nicht anpassen werde. Stattdessen frühstücken wir meist in einer netten Bäckerei mit dem charmanten Namen "Tous les jours". Dort gibt es diverse Gebäckstücke, die lustig aussehen und meist zu süß schmecken. Sehr oft gibt es eine Art Quarkpaste, oder Rote-Bohnen-Paste in dem Gebäck. Trotz allem immer wieder ein Erlebnis und definitiv besser als die Alternative.

Mittagessen gibt es dann doch in einer Cafeteria (nicht die, die ich bereits als ungenießbar abgestempelt habe!), meistens gibt es dann Reis, 1-2 Schälchen Fleisch und einen Seetangsalat, von dem praktischerweise auch 2h später noch was hat. Das Essen hier kostet wirklich nicht viel. Cafeteria kostet 3.000 - 4.000 Won (etw 2,5-3&euro. die Bäckerei ähnlich viel.

Abends wird es dann interressant, denn da essen wir (bis jetzt) recht häufig off-campus. "Chicken & Beer" heißt die beliebteste koreanische Abend-Combo! Billiges Chicken und billiges Beer lassen wir uns als Studenten nicht entgehen, und so gibt es zu viert für etwa 6-7€ pro Person zwei große Platten Hähnchen und einen 3l Pitcher Bier dazu.

An den anderen Abenden (ja, man geht doch nicht immer abends weg) bietet die Cafeteria wieder das übliche an, oder (mein Favorit) man geht zu einem der Stände die praktischerweise mit im Cafeteria-Gebäude (also in einem  der 4) sind. Dort gibt es sowohl billigeres als auch teureres Essen, welches von Ramen (billig) zu Rindfleisch auf Reis (teuer) reicht.

Koreaner machen das bis jetzt nicht groß anders als wir. Sie greifen nur noch öfter zu "instant-Ramen", einfach einer Box die durch die Zugabe von heißem Wasser zu Ramen wird. Sogar auf dem Berg gab es viel Koreaner, die mit einer Thermosflasche heißes Wasser transportiert haben, um nicht auf Ramen verzichten zu müssen.

Auch Fast Food gibt es in Korea. Das unterscheidet sich eigentlich in keiner Hinsicht von deutschem Fast Food. Allerdings gibt es (als Gimmec sozusagen) eine Art Eisbecher, der unten mit normalem crushed Ice gefüllt ist und oben mit Softeis, gefrorenen Früchten und einer Soße drapiert wurde sodass der Geschmack quasi nach unten wandert, sehr billig bei Lotteria (dem größten (?) koreanischen Fast-Food-Laden) für insgesamt etwa 2,5€ für 3-4 Personen. Allerdings schmecken diese (wie alles ...) außerhalb eines Fast-Food-Ladens durchaus um einiges besser. Dieser Versuch basierte auf der Divise: Versuchen muss man alles, nicht auf rationalem Denken!

Allerdings verhält sich traditionelles koreanisches Essen anders. Die Grundidee ist: Hauptspeise auf einem großen Teller und Unmengen kleine Teller mit Beilagen daneben.

Der Tisch ist dann voll (und das war erst für 3 Personen!). Zu voll, man kommt bei weitem nicht an alles dran. In diesem Fall nam man von möglichst vielen Tellern, mischte das alles zu der Schale Reis, mischte kräftig und konnte ein sehr leckeres Gemisch Essen.

Tatsächlich gibt es aber verschiedene Arten koreanisches Essen zu genießen. Die Alles-In-Eine-Schale Taktik ist bei weitem nicht die Einzige. Sehr beliebt ist auch das mischen von diversen Speisen in einem Salatblatt, und dann einfach das Salatblatt, quasi als Tellererstatz, mitessen.  Diese Taktik kenne ich bis jetzt allerdings nur aus Erzählungen (und einem misslungenem Versuch in Deutschland, aber das ist eine andere Geschichte ...). Was ich tatsächlich bereits ausprobiert (und auch davon erzählt habe glaube ich) ist die Plastikhandschuh Taktik. Man fast einfach alles mit einem Plastikhandschuh an und ist dann so. Praktisch, da man eigentlich kein Besteck braucht und die Küche dann weniger Arbeit hat. Allerdings bei heißen Speise  mehr schlecht als recht praktikabel.

Zusammenfassend bin ich sehr positiv überrascht von koreanischem Essen (Frühstück mal ausgenommen), ein paar Eigeneheiten muss man den Koreanern schon lassen (ich erinnere an Kokons ...), das gehört zu Asien dazu. Das Einzige was noch zu sagen bleibt, ist das koreanisches Essen generell schärfer ist als in Deutschland (aber mal im Ernst, so schwer ist das nicht), man sich aber auch super ohne scharfes Essen durchbeißen kann (ich weiß, sehr gelungenes Wortpiel. Bin ich auch sehr stolz drauf).

4.9.14 19:00
 
Letzte Einträge: Der Berg, 추석 und andere Eigenheiten, Das Ostmeer, japanische Meer oder auch Meer von Korea, Tradition, Bunt, bunt, bunt sind alle meine Wälder.


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jara (6.9.14 21:06)
Ich liebe die Art wie du schreibst :P
mach weiter so

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