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   6.09.14 21:06
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Das Ostmeer, japanische Meer oder auch Meer von Korea

(Für die ganz Harten auch das Ostmeer von Korea)

Ein neues Wochenende, ein neues Abenteuer. Oder eher eine Reise, denn so abenteuerlich war es wirklich nicht. Dieses mal ging es zur zweitgrößten Stadt Koreas, die im Süden platzierte Stadt Busan. Wir waren im Touri-Viertel, in der Nähe des Touri-Strandes in einem Touri-Hostel (eher Backpackers, ziemlich coole Leute da!). Wie ich bereits in anderen Städten festgestellt habe, bietet Kora vorallem eine wunderschöne Landschaft mit sehr vielen (und kleinen) Bergen. Als wir in Busan ankamen, dachte ich erst einmal: "Ne Moment. Hier sind Berge und kein Meer. Also dauert es wohl noch ein bisschen bis wir da sind." (Hier kann man natürlich anmerken, dass es so etwas wie Fahrtdauern gibt, allerdings habe ich geschlafen und auf Uhren zu schauen ist wirklich zu Mainstream ...). Ich war dann auch entsprechend überrascht als wir doch gezwungen wurden auszusteigen - die Lektion: in Korea gibt es überall Berge, auch am Meer.

Busan an sich ist nett, allerdings wie alle koreanischen Städte (jap, ich knüpfe oben an)  eher eine Art große Ansammlung von Wohnhäusern, und damit eigentlich nicht besonders Touri-mäßig. Allerdings gibt es natürlich das Meer. Und was wäre ein Urlaub (oder Auslandsemster) ohne Meer! Natürlich wurde auch gleich mal gebadet, und tatsächlich merkt man dass sich der Sommer langsam dem Ende zuneigt. Es war kalt. Nicht zu kalt, aber kalt. Aber unsere Meinung war, man muss einmal im Urlaub (oder Auslandssemster, jaja ...) gebadet haben. Es war zwar total bewölkt, aber ein Freund meinte "Nene, das Wetter bleibt so" und so sind wir trotz meines Wetterdienstes-unterstützten Einwandes eben doch am einzigen schlechtem-Wetter-Tag des Wochenendes baden gegangen. Das Leben ist und bleibt doch hart und ungerecht.

Der nächste (und schön sonnige) Tag wurde dann durch ein ausgiebiges Frühstück und Unterhaltungen mit diversen anderen Besuchern des Hostels begonnen, und wir sind dann doch tatsächlich mit schlappen 2-2,5h Verspätung losgekommen. Unser Gedankengang war: "Also wenn wir um 8 aufstehen, dann sind wir trotz 'etwas' langsameren Mädels um spätestens 10 hier raus." Hat super geklappt. Im Nachhinein sogar ziemlich super, denn viel mehr hätten wir in Busan auch gar nicht machen können.

Dann ging es los zum Wandern zu einem Tempel (gibt es übrigens mehrere in Korea, und alle sehen gleich aus) der in den Fels gehauen wurde (und deswegen trotzdem spannend war). Der Weg nach oben war eine Straße, sprich irgendwie kam da nicht besonders Wander-Feeling auf (könnte auch daran liegen, dass es nur eine Stunde gedauert hat). Immerhin gab es super Ausblicke auf dem Weg, und hier werdet ihr verstehen warum ich anfangs dachte, es gäbe kein Meer.

 

Dann ging es weiter und der Tempel war tatsächlich sehr eindrucksvoll. Und irgendwie auch sehr meditationsanregend (oder faulheitsversterärkend), denn wir saßen gefühlt 1h (war glaube ich auch tatsächlich 1h) und haben nichts getan. Absolut nichts. Es dauerte dann auch einige Zeit bis alle wieder unterwegs waren.

 

Es ging weiter mit dem Busan Tower, und von dort aus hat man einen wunderbaren Überblick und kann ganz Busan in seiner Hässlichkeit bewundern. Keine Ahnung warum, aber es war einfach nicht schön. Zu viele Häuser, alles etwas heruntergekommen und im insgesamten eben nicht schön. Allerdings war der Hafen ziemlich beeindruckend. Der Hafen ist der wichtigste Hafen Koreas und einer der Größten in der Gegend (also Südostasien, allerdings weiß ich nicht mehr in was für einem Bereich das genau war). Man hatte auch einen tollen Blick auf den Fischmarkt, bei dem man die Fischer die Fische an die Restaurants, Hotels u.Ä. Versteigern sehen kann. Nur halt leider nicht am Wochenende (was auch die gute Seite hatte, dass man nicht um spätestens 6 morgens am anderen Ende der Stadt sein musste!). Allerdings sah das Gebäude ungleublich modern und angepasst aus, und hat damit einfach nicht ins Stadtbild gepasst.

Ich muss gestehen, dass ist nicht gerade der hässlichste Ausblick, aber hier sieht man das Fischmarkt-Gebäude sehr gut. Vorallem das Wetter an diesem Tag war überragend.

Der Abschluss auch. Beziehungsweise beide Abschlüsse. Einmal der Abschluss der Sightseeing Tour, und einmal der Abschluss des Abends. Erst der Tour: Wir waren i dem größten Kaufhauses der Welt (zumindestens nach dem Guiness Buch der Rekorde). Und das war echt krank. Eigentlich war es total unspannend, schlappe 14 Stöcke (davon nur 8 mit teuren Markenklamotten), und das Kino im 9. und 10. Stock sah von außen eher normal koreanisch aus (da fehlt allerdings noch der Vergleich). Was uns dafür sehr interressiert hätte war die Golfbteilung im 11. - 14. allerdings dürfen dortwahrscheinlich nur VIP oder zahlende Menschen rein, und wir haben nicht einmal herausgefunden wo der Eingang dazu wäre.

Das beeindruckendste war dafür der andere Teil des 9. Stockes (klar, das Ding ist nicht nur hoch sondern auch ziemlich lang und breit). Dort kann man nach draußen und unser erster Gedanke war "Hoopla. Ich dachte 9. Stock, nicht 1. - dazu noch ganz kurz: in Korea gibt es kein Erdgeschoss sondern nur 1F, 2F ... und B1, B2 für hoch bzw runter ... das ist oft toal verwirrend). Die Dachterasse sieht auf dem ersten Blick aus wie der Boden. Allerdings mit toal abgefahrenen Dinosaurier-Austellungs-Kontinenten-Spielplatz (kurze Erklräung: Es war ein Spielplatz, der aus Dinosauriern bestand, allerdings standen manche auch nur rum zum cool Aussehen, und aus irgendwelchen Gründen gab es auch ein Afrika-Dorf mit ein paar Safari-Tieren als Austellung und coolen Strohdach Hütten - der Sinn? Die spinnen die Asiaten).

Am Rand der Terasse hat man dann durchaus denn für den 1. Stock doch zu genialen Ausblick bemerkt, und die Theorie wurde dann wieder verworfen.

Ganz am Ende des Abends saßen wir dann noch am Strand und haben eine weitere Gruppe vom KAIST getroffen (die sind echt schlimmer als Deutsche Touristen. Deutsche Touristen sind überall, aber KAIST-Exchangler sind überaller!). Um Mitternacht haben wir beschlossen, dass es Zeit wird zu gehen und was macht man kurz davor? Richtig, man springt ins Meer! Leider waren nur zu dritt (auch die einzigen die Badehose dabei hatten nehme ich an), und leider gab es auch viel zu wenig Licht für ein Video, aber dennoch war es glorreich, kalt und spaßig.

Der nächste Tag begann wieder um 8 und diesmal haben wir einfach als Abgangstermin 9 gesagt (wieder gescheitert, allerdings nur 10 min und das weil die Rezeption erst später aufgemacht hat) und wir sind los um eine Insel, die durch eine große Brücke an Busan angebunden ist, zu besuchen. Dort gibt es am südlichsten Ende einen netten Park, der allerdings wieder nur per Straße begehbar ist (die haben echt Probleme mit ihren Straßen in Parks!). Leider gibt es hier keine Fotos, da ich meinen Foto im Hostel vergessen habe (wir durften das Gepäck auch nach dem Auschecken noch dort unterbringen). Der Park war nett, aber nicht wirklich etwas besonderes. Was aber tatsächlich ziemlich cool war, war dass man die nördliche japanische Insel von dem südlichsten Punkt der koreanischen Insel sehen konnte. Hat einem natürlich nichts gebracht, war aber witzig.

Hier noch eine kurze Info zu Korea selbst, bzw zu den Taxis in Korea. Taxifahrer müssen sich nicht an Verkehrsregeln halten, Taxis können gaaaaaanz toll beschleunigen und unglaublich genial abbremsen und es gibt glaube ich eine inoffizielle Formel-1 Strecke über ganz Korea und alle Taxifahrer machen mit. Sprich: die Taxifahrt zurück war ein Erlebnis geprägt von (wie man ich vielleicht aus der obigen Beschreibung denken könnte) zu hohen Geschwindigkeiten, sehr abruptes Abbremsen bei roten Ampeln (da können nicht einmal Taxifahrer IMMER durchfahren), und Geschwindigkeitshügeln (ich glaube da besteht der Wille sie zu ignorieren und dann am Ende doch das Besinnen auf die Gesundheit aller Beteiligten ist) und anschließendes unglaubliches Beschleunigen. Macht jede Achterbahn überflüssig.

14.9.14 16:55
 
Letzte Einträge: Der Berg, Nom Nom Nom, 추석 und andere Eigenheiten, Tradition, Bunt, bunt, bunt sind alle meine Wälder.


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